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Analysen - Nebenwerte
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10.01.2001
Sartorius limitieren
Prior Börse
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Wie die Experten von der Prior Börse berichten, zählte Sartorius (WKN 716560) mit einem Kursplus von 88% im abgelaufenen Jahr zu den Top-Performern im SMAX.
Damit honoriere die Börse den Sanierungskurs des Vorstandsvorsitzenden Dr. Utz Claassen, der den Wandel des Traditionskonzerns vom spröden Waagenbauer zum modernen Partner für Biotechnologie und Umwelttechnik vorantreibe. Mittelfristig solle auf die letztgenannten Segmente die Hälfte der Erlöse entfallen.
Der Umsatz sei in den ersten neun Monaten um 57% auf 295 Mio. Euro geklettert und das Ergebnis nach Steuern 5,3 Mio. Euro. Im Gesamtjahr würden rund 400 Mio. Euro in der Kasse klingeln. Insbesondere seiner cleveren Akquisitionsstrategie würde das Niedersächsische Unternehmen den rasanten Zuwachs verdanken. So habe die neue Tochter B. Braun Biotech, die in der Fermentationstechnik zu den weltweit führenden Anbietern zähle, den größten Auftrag der Konzerngeschichte mit einem Volumen von ca. 9 Mio. Euro an Land ziehen können.
Auch der Biotech-Zulieferer Vivascience, an dem Sartorius inzwischen 100% der Anteile halte, sei vielversprechend. Das britische Unternehmen, das auf Ultrafiltration spezialisiert sei und das zuletzt knapp 5 Mio. Euro umgesetzt habe und auf EBIT-Basis profitabel arbeite, solle im Laufe des Jahres sogar an der Börse plaziert werden, so die Experten der Prior Börse.
Sartorius wolle sich in der Umwelttechnik in erster Linie auf Analytik und Prozesstechnik konzentrieren. Analysten würden dem in Göttingen ansässigen Unternehmen für 2000 und 2001 ein Ergebnis je Aktie von 0,60 und 0,79 Euro zutrauen. Das KGV (akt. Kurs: 14 Euro) liege damit bei akzeptablen 18.
Gerade einmal der Hälfte des Umsatzes für das Jahr 2000 entspreche die Marktkapitalisierung der Gesellschaft von derzeit 200 Mio. Euro. Zudem befinde sich ein großer Teil der Aktien in festen Händen. 70% der Stammaktien würden Angehörige der Gründerfamilie halten. 55% dürften davon, wegen einer testamentarischen Verfügung, innerhalb der nächsten 28 Jahre nicht verkauft werden. Das vor kurzem gestartete Aktienrückkaufprogramm dürfte für weiteren Auftrieb sorgen.
Die Experten der Prior Börse raten, einige Stücke einzusammeln. Limitieren!
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