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Analysen - Nebenwerte
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29.04.2005
DEAG Outperformer
SES Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Der Analyst von SES Research, Frank Biller, stuft die Aktie der DEAG (ISIN DE0005513907/ WKN 551390) unverändert mit "Outperformer" ein.
Die endgültigen Zahlen für 2004 hätten bezüglich EBIT und Umsatz, welche bereits vorab berichtet worden seien, den vorläufigen Werten entsprochen. Das mit den endgültigen Zahlen berichtete Nettoergebnis habe mit 2,9 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro unter den Analystenerwartungen gelegen. Hierfür seien steuerliche Themen verantwortlich gewesen - insbesondere ein vorsichtiges Vorgehen bei der Aktivierung latenter Steuern.
Somit habe das Unterschreiten der Prognose für das Nettoergebnis keine operativen Gründe gehabt und sei nicht liquiditätswirksam gewesen. Einen Bedarf zur Prognosenanpassung für 2005 und 2006 sähen die Wertpapierspezialisten deshalb nicht. Den Prognosezeitraum würden sie bis 2007 erweitern. Sie würden davon ausgehen, dass die eingeschlagene Neuausrichtung der Gesellschaft bis dahin in vollem Umfang sichtbar und ein margenstärkerer Umsatzmix erzielt werde. Gleichzeitig sollten die forcierten Themen Classic und Family Entertainment für Wachstum sorgen.
In der Betrachtung nach Segmenten hätten die einzelnen Segmente 2004 stagnierende bis rückläufige Umsätze aufgewiesen. Die Ertragslage habe sich jedoch in allen Segmenten verbessert. Dabei seien alle drei Segmente profitabel gewesen. Im Kerngeschäft Artists & Tours sei der Umsatz um 27,1% auf 83 Mio. Euro zurückgegangen. Das EBIT des Segments habe dagegen deutlich von minus 5,57 Mio. Euro auf 1,92 Mio. Euro gesteigert werden können. Das Segment Urban Entertainment habe einen Umsatzrückgang von 3% auf 5,66 Mio. Euro verzeichnet. Dabei sei ein, unter Bereinigung des Ausscheidens einer Gesellschaft im Vorjahr, um rund 0,1 Mio. Euro höheres EBIT von 0,6 Mio. Euro erzielt worden. Das Segment Theatres habe Umsätze auf Vorjahreshöhe von 8,1 Mio. Euro generiert. Das EBIT sei um 0,4 Mio. Euro auf 0,04 Mio. Euro verbessert worden.
Die Bilanzstruktur habe die DEAG in 2004 verbessern können. Die Eigenkapitalquote sei von 27,5% auf 36,1% gesteigert worden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten seien um 25,7 Mio. Euro verringert worden. Die Bilanzsumme habe sich dabei um 17,81% auf 90,9 Mio. Euro verkürzt. Gleichzeitig seien die liquiden Mittel um 15,1 Mio. Euro auf 21,3 Mio. Euro zurückgegangen.
Trotz der Fortschritte der Gesellschaft bezüglich der Profitabilität und der Bilanzsituation würden weiterhin Unsicherheiten über die Finanzierungssituation existieren. Über den Bestand an liquiden Mitteln und den Cash-Flow hinaus gehe die Gesellschaft von weiterem Finanzierungsbedarf aus. Die Gesellschaft sehe zur Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen in 2005 und für die Realisierung der geplanten Investitionen die Notwendigkeit, dass neben dem angestrebten Verkauf der Grundstücke um die Jahrhunderthalle weitere Finanzierungsquellen eröffnet werden müssten. Hierfür prüfe das Unternehmen verschiedene Optionen. Die Wertpapierspezialisten würden davon ausgehen, dass die Gesellschaft bezüglich dieser Thematik in naher Zukunft überzeugende Konzepte präsentiere.
Die Analysten von SES Research bestätigen ihr "Outperformer"-Rating sowie ihren fairen Wert von 2,89 Euro für die DEAG-Aktie.
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