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Analysen - Ausland
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05.01.2001
Lehman Brothers kaufen
Hornblower Fischer
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Das drittgrößte US-Wertpapierhaus Lehman Brothers (WKN 891041) hat im vierten Quartal den Reingewinn um 33% auf 399 Mio. USD oder 1,46 USD je Aktie gesteigert, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.
Damit seien die Konsensusschätzungen der Wall Street von 1,26 USD übertroffen worden. Zur Überraschung habe der US-Broker trotz rückläufiger Aktienmärkte die Investmentbanking-Erträge in der Periode um 28% auf 552 Mio. USD steigern können. Lehman führe den unverhofften Anstieg vor allem auf höhere Einnahmen bei der Fusionsberatung zurück, die im Q4 ein Rekordniveau erreicht haben. Allerdings hätten die Erträge im Zeitraum von zwei großen Beratungsaufträgen getragen. Dies wiederum habe dazu geführt, dass der US-Broker weltweit den fünften Platz in der M&A-Beratung nach Platz zehn 1999 erklimmen konnte. Erfreulich habe sich auch das Capital-Marketsgeschäft entwickelt: hier hätten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Erträge um 28% auf 552 Mio. USD erhöht.
Gleichzeitig sei es dem US-Institut offensichtlich auch gelungen, die Kosten im Zaum zu erhalten. Auf diesem Wege habe die Eigenkapitalrendite im Vergleich zum Vorjahr von 21,6% auf 22,4% erhöht werden können. Angesichts des für Investmentbanken traditionell schwachen vierten Quartals habe Lehman Brothers ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis geliefert.
Vor diesem Hintergrund würden die Analysten von Hornblower Fischer ihre positive Einschätzung vom September bestätigen und würden die Aktie unverändert zum Kauf empfohlen. Mit einem gegenwärtigen Kurs-/Gewinnverhältnis von knapp unter 12 seien die Anteile an Lehman Brothers zudem weitaus günstiger bewertet als die Aktien der unmittelbaren Konkurrenten Goldman Sachs und Morgan Stanley Dean Witter & Co.
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