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Analysen - Ausland
29.12.2000
Enel verkaufen
Oberbayerischer Börsenbrief

www.optionsscheinecheck.de

Enel S.P.A. (WKN 928624) ist ein Versorgungsunternehmen aus Italien, berichten die Analysten vom Oberbayerischen Börsenbrief.

Weiter habe es geheissen, dass sich der Titel, der im EuroStoxx 50 notiere, zu einem Multi-Utility-Anbieter entwickele und auch im Ausland expandieren wolle. Das Angebot solle durch Diversifizierung um zusätzliche Produkte erweitert werden, womit man zum einen die Kundenbindung stärken und zum anderen Standbeine in attraktiven Märkten (z.B. Telekommunikation) schaffen wolle.

Diese Strategie würde der große Kundenstamm von 29. Mio. Abnehmern erleichtern. Gemäß den Analysten werde sich der Rückgang des Strompreises in Italien in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Experten des Oberbayerischen Börsenbriefes würden einen Rückgang des Ergebnisses pro Aktie von 0,19 Euro auf 0,16 Euro erwarten, da der damit verbundene Margendruck durch Kostensenkungen jedoch nicht überkompensiert werde.

Die Analysten würden die kürzlich getätigte Akquisition von Infostrada positiv werten, da Enel so eine hervorragende Marktposition auf dem italienischen Telekommunikationsmarkt erhalte. Allerdings sei die von dem Unternehmen angestrebte Diversifizierung im Rahmen einer Multi-UtilityStrategie mit hohen Investitionsrisiken verbunden. Zunehmende Konkurrenz von in- und ausländischen Anbietern und ein weiterer Rückgang der Strompreise in Italien dürften zudem zu verstärktem Margendruck beim Elektrizitätsgeschäft in Italien führen. Eine Internationalisierung werde bisher nur in äußerst geringem Ausmaß verfolgt. Die vom italienischen Staat beabsichtigte Platzierung einer zweiten Tranche im Frühjahr 2001 könnte auch den Aktienkurs unter Druck bringen.

Aus diesem Grund würden die Analysten des Oberbayerischen Börsenbriefes von einem Einstieg abraten und die Aktie zum Verkauf stellen.



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