|
Analysen - DAX 100
|
29.12.2000
Infineon einsteigen
Wirtschaftswoche heute
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Zu einem Engagement in die Aktien von Infineon (WKN 623100) raten derzeit die Analysten des Börseninformationsdienstes "Wirtschaftswoche heute“.
Vom einstigen Sorgenkind zum Börsenliebling mutiert: So oder ähnlich könne man die Entwicklung von Infineon innerhalb der letzten Jahre kennzeichnen.
Die Mutter Siemens habe die damals noch defizitär arbeitende Halbleitersparte aus dem Konzern ausgegliedert, um mehr Ertragssicherheit zu haben und die Neuordnung der Geschäftsfelder auf weniger zyklische Bereiche zu verlagern.
Dass der Schritt in die Eigenständigkeit richtig gewesen sei, würden die Zahlen für das im September abgelaufene Geschäftsjahr zeigen, das mit einem Rekordergebnis beendet worden sei. Die Umsatzsteigerung von 72% auf 7,3 Milliarden Euro sei gleichzeitig in ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 1,7 Milliarden Euro umgemünzt worden.
Vor allem die frühzeitige Ausweitung der Kapazitäten habe dem Unternehmen dabei geholfen, überproportional vom Halbleiter-Boom zu profitieren. Insbesondere in den Sparten Kommunikation und Halbleiterprodukte habe Infineon stattliche Zuwächse verbuchen können. Zukünftig wolle sich die Gesellschaft verstärkt auf höhermargige Segmente konzentrieren, wobei auch der Auslandsanteil am Gesamtumsatz sukzessive erhöht werden solle.
Im operativen Bereich dürfte das Ergebnis der Kommunikationssparte durch die anstehende Marktimplementierung neuer Technologien wie etwa Bluetooth oder VDSL weiter zulegen. Außerdem habe sich die Siemens-Tochter durch die Hinwendung zu den weniger volatilen Märkten für Netzwerkprodukte ein weiteres vielversprechendes Standbein geschaffen.
In den kommenden Jahren wolle Infineon zudem verstärkt Mittel für die Förderung von Startups ausgeben. Angesichts der guten Marktposition in den verschiedenen Geschäftsfeldern und der mindestens noch zwei Jahre anhaltenden Chip-Hochkonjunktur könne dem Anleger ein Engagement nahegelegt werden, zumal der Wert im Zuge der jüngsten Korrektur übermäßig gelitten habe.
|