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Analysen - Ausland
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22.12.2000
Michelin kaufen
Société Générale
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Die Analysten von Societe Generale empfehlen die Aktie des Reifenherstellers Michelin (WKN 850739) zum Kauf.
Die steigenden Rohmaterialkosten hätten im laufenden Jahr zu Absatzpreiserhöhungen geführt. Verhandlungen mit Automobilproduzenten hinsichtlich der Preise für die Originalausrüstung von Kfz seien eröffnet worden. Alle größeren Reifenhersteller hätten angegeben, eine vergleichbare Preiserhöhung wie Michelin vornehmen zu wollen.
Das Unternehmen habe von den Problemen bei Firestone profitieren können und seinen Marktanteil von 20 Prozent in den USA erhöhen. Der Reifenskandal würde vor allem zu einer Werterhöhung bei Markenreifen auf Kosten der Massenreifen führen.
Die Experten revidieren für das Jahr 2000 ihre Schätzung für die operative Marge von 7,3 Prozent, die der Minimalerwartung des Unternehmens entspräche. Dies führe man auf die Verzögerung bei der Weitergabe von Rohstoffpreiserhöhung und den warmen, schneearmen Winter zurück.
Für die Jahre 2001 und 2002 rechnen die Experten mit einem Reingewinn von 565 Mio. Euro und 650 Mio. Euro. Die Operativmarge würde sich in diesem Zeitraum von 8 auf 8,5 Prozent erhöhen.
Angesichts eines 2001er KGVs von 4,45 Euro sei das Papier sehr günstig bewertet. Das EV/EBITDA liege bei einem Verhältnis von 4,6 nahe dem Durchschnitt von 1999 und 21 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Auf Basis des EV/EBITDA würde der französische Reifenhersteller mit einem Abschlag gegenüber Goodyear von 25 Prozent und Bridgestone von 20 Prozent gehandelt.
Dem Anleger könne ein Engagement in den Autozulieferer-Titel nahegelegt werden.
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