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Analysen - Nebenwerte
21.12.2000
Schuler halten
LB Baden-Württemberg

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Schuler (WKN 721063) sei Technologie- und Weltmarktführer auf dem Gebiet der Umformtechnik, so die Analysten der LBBW. Bestandteile des Systemangebots seien die Geschäftsbereiche Mechanical Press Systems (Anteil am Konzernumsatz 46 %), Hydraulic Press Systems (24 %), Engineering & Automation (23 %) und Hydroforming (7 %). Das Göppinger Unternehmen beschäftige 4510 Mitarbeiter und erziele ca. 66 % des Umsatzes im Ausland.

Der Auftragseingang sei im Geschäftsjahr 1999/00 (30.09.) um 28 % auf 837,5 Mio. Euro gestiegen, wobei sich vor allem die Auslandsnachfrage (+ 66 %) hervorragend entwickelt habe. Der Konzernumsatz habe sich um 19 % auf 694,2 Mio. Euro erhöht und damit über den Erwartungen gelegen. Demgegenüber sei das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Zuwachs von 8 % auf vorläufig 38,6 Mio. Euro schwächer ausgefallen als erwartet. Hauptursache dafür seien technische Probleme bei einer Produktneuentwicklung gewesen, wodurch hohe Kosten für die Nachrüstung angefallen seien. Der Jahresüberschuss habe nach Wegfall der IPO-Kosten um 15 % auf 20,1 Mio. Euro gesteigert werden können und habe sich damit unter den Erwartungen gelegen. Das um Sondereffekte bereinigte DVFA-Ergebnis habe durch rückläufige fiktive Firmenwertabschreibungen und einen außerodentlichen Steueraufwand um 48 % auf 19,0 Mio. Euro oder 1,09 Euro je Aktie ausgeweitet werden können.

Der Auftragsbestand von 792,3 Mio. Euro zum 30.09.00 sichere das Umsatzziel von 730 Mio. Euro gut ab. Eine überproportionale Verbesserung des EBITDA dürfte weitgehend von steigenden Abschreibungen und einer deutlichen Zunahme des negativen Zinssaldos kompensiert werden. Da bei den vorliegenden Aufträgen geringere Kundenanzahlungen vereinbart worden seien, dies jedoch einen Preisbestandteil darstelle, spiegelten sich im Zinsergebnis partiell operative Ergebnisbestandteile wider. Der Jahresüberschuss dürfte daher nur geringfügig höher als im Vorjahr ausfallen. Entlastung verspreche das folgende Geschäftsjahr, nachdem der Investitionshöhepunkt 1999/00 erreicht worden sei und eine wesentlich niedrigere Steuerquote zu erwarten sei. Nach der Stagnation im laufenden Geschäftsjahr erwarteten die LBBW-Analysten daher für 2001/02 einen Sprung beim Ergebnis je Aktie von 1,10 . auf 1,51 Euro.

Nachdem die Experten der LBBW ihere Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr von 1,26 Euro auf 1,10 Euro je Aktie reduziert hätten und damit unter der Markterwartung lägen, seien sie kurzfristig etwas zurückhaltend und stuften die Aktie von akkumulieren auf halten zurück. Im Hinblick auf den Ausbau der Technologie- und Marktführung seien sie längerfristig jedoch sehr zuversichtlich, nicht zuletzt durch die angedachte Umwandlung der Vorzüge.


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