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Analysen - Ausland
21.12.2000
Michelin kaufen
Deutsche Bank

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Die Analysten der Deutschen Bank haben, erstmals seit 7 Jahren, den französischen Reifenproduzenten Michelin (WKN 850739) von „Marktperformer“ auf „Kaufen“ hinaufgestuft. Ursache dafür sei die Erhöhung der Gewinnschätzung pro Aktie von 3,0 € auf 4,4 € für das Jahr 2001 und von 3,0 € auf 5,3 € für das Jahr 2002 gewesen.

Die Analysten seien zunehmend davon überzeugt, daß die Rückholaktion von Firestone eine strukturelle Veränderung in der Reifenbranche auslösen werde. Dadurch könnte das Verhältnis zwischen Angebot und nachfrage in eine positive Balance gebracht werden. Es gebe daher eine höhere Wahrscheinlichkeit, daß die Preiserhöhungen, die jüngst von den börsennotierten Reifenproduzenten vorgeschlagen worden seien, auch bleiben würden. Dabei helfe auch das langsame Nachlassen der Rohmaterialkosten in Folge des fallenden Rohölpreises. Dies seien die wesentlichen Faktoren, warum die Analysten ihre Gewinnschätzungen/Aktie für 2001 von 3,0 € auf 4,4 € hinaufgesetzt hätten.

Sie seien seit 1993 hinsichtlich des Reifensektors und auch Michelins pessimistisch eingestellt gewesen. Obwohl durch die erwarteten strukturellen Veränderungen nicht alle Probleme von Michelin gelöst seien (wie z. B. die hohen Lagerbestände), seien die Analysten jetzt zuversichtlicher, eine starke Erholung der Unternehmensgewinne für 2001 und 2002 vorherzusagen.

Angesichts der schlechten Kursentwicklung der letzten Jahre (Michelin habe heuer um 8% schlechter abgeschnitten als der Markt, 1999 um -22% und 1998 um -40%) und verbesserter Fundamentaldaten sei Michelin daher wieder günstig bewertet und es gebe ein beträchtliches Aufwärtspotential. Die Analysten setzen als 12-Monats-Kursziel 45 € fest (Kurs nach dem Anstieg der letzten Tage: 37,5 €).


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