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Analysen - Neuer Markt
21.12.2000
Funkwerk spekulativ kaufen
fnet.de Research

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Dass ein erfolgreicher Börsengang trotz eines schlechten Marktumfeldes möglich ist, hat Funkwerk (WKN 575314) gezeigt, so die Meinung der Analysten von fnet.de Research.

Die Aktien seien im November zu 20,00 Euro emittiert worden, nachdem die Bookbuilding-Spanne zwischen 19,00 und 22,50 Euro gelegen habe. Der erste Kurs sei an der Frankfurter Wertpapierbörse mit 23,50 Euro festgestellt worden. Im Anschluss habe sich der Titel recht gut behaupten können und notiere derzeit sogar knapp über diesem Niveau.

Ein wichtiger Grund für das erfolgreiche Börsendebut liege an der interessanten Unternehmenstory. Die Gesellschaft agiere in den beiden Geschäftsfeldern professioneller Mobilfunk sowie kommerzieller Mobilfunk. Im ersten Bereich entwickele und produziere Funkwerk unter anderem analoge und digitale Mobilfunksysteme zur Sprach- und Datenkommunikation des Bahnverkehrs. Eine große Rolle spiele hierbei die sogenannte GSM-R-Technologie (Global System for Mobile Communication for Railways), die 32 nationale Bahngesellschaften in den nächsten Jahren einführen werden. Damit solle der Schienenverkehr in Europa rationalisiert und harmonisiert werden. Die Deutsche Bahn sei Vorreiter bei der Einführung des Standards. Funkwerk liefere für dieses Großprojekt die GSM-R-Terminals und Nortel Dasa die Infrastruktur. Für den Telekommunikationsbereich sei Mannesmann Arcor zuständig.

Im Bereich des kommerziellen Mobilfunks konzentriere sich Funkwerk auf Freisprechanlagen und Mobilfunkverstärker für Kraftfahrzeuge. Bei den Freisprechanlagen werde vor allem der Privatkunde angesprochen. Das Spektrum der verschiedenen Produkte reiche von der Selbsteinbauversion bis zur hochwertigen sprachgesteuerten Lösung. Mit der Verstärkertechnik könnten sogenannte Funklöcher vermieden werden. Referenzkunden seien die Automobilhersteller Audi, BMW und DaimlerChrysler.

Funkwerk sei in einem Wachstumsmarkt tätig und scheine für die Zukunft gut gerüstet. Seit Jahren würden schwarze Zahlen geschrieben. Im Geschäftsjahr 2000 wolle die Gesellschaft einen Umsatz von 37,5 Mio. Euro erwirtschaften. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) solle bei 3,8 Mio. Euro liegen. Für die Jahre 2001 und 2002 werde mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent per annum gerechnet. Der Gewinn dürfte sogar überproportional zulegen. Spekulative Anleger können sich die Aktie aufgrund der guten Aussichten ins Depot legen.



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