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Analysen - DAX 100
20.12.2000
RWE überdurchschnittlich
Helaba Trust

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Nach der Fusion mit VEW, die mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Juli 2000 geschehe, sei RWE (WKN 703712) mit einem Stromverkauf von rund 210 TWh p.a. vor E.ON (191 TWh) wieder die Nr. 1 hierzulande, so die Experten von Helaba Trust.

Außerdem seien die Essener derzeit in der kompletten Wertschöpfungskette des Ölgeschäfts (Exploration, Förderung, Verarbeitung, Verteilung durch DEA) und über die Tochter Rheinbraun im Kohlebergbau tätig. Durch den Kauf der britischen Thames Water gelinge den Essener zudem der Einstieg ins internationale Wassergeschäft. Die Beteiligungen an Hochtief und Heidelberger-Druck rundeten derzeit das Portfolio ab. Die Abgabe dieser Bereiche sowie des Tankstellengeschäfts sei aber mittelfristig zu erwarten.

RWE habe kürzlich mit interessanten Neuigkeiten aufwarten können. So sei nach langem Ringen der Verkauf der VEAG- und Laubag-Anteile (32,5% bzw. 47,5%) für rund 660 Mio. EUR an die Hamburger HEW unter Dach und Fach gebracht worden. Ebenfalls sei die Spezialchemiesparte (Condea) für rund 1,3 Mrd. EUR veräußert worden. Durch die Übernahme eines Kraftwerks in Portugal für 182 Mio. EUR hätten die Essener zudem ihre Position im Stromgeschäft auf der iberischen Halbinsel gestärkt. Darüber hinaus habe RWE durch den Mehrheitserwerb des zweitgrößten chilenischen Wasserversorgers ESSBIO sowie den Auftrag für den Bau einer Großkläranlage in Zagreb die Stellung im Wassergeschäft ausgebaut.

Der derzeitigen Abkehr von Versorgerwerten habe sich RWE nicht entziehen können. Allerdings sei der Kursrückgang zu stark ausgefallen. In Anbetracht der positiven Nachrichten sollte der Kurs bereits kurzfristig wieder deutlich anziehen. Mittelfristig sei mit Kursen über 50 Euro zu rechnen. Gründe hierfür seien einerseits der Ausbau des internationalen Wassergeschäfts. Zum anderen sei infolge der Stabilisierung der Strompreise mit einer Verbesserung bei Umsatz und Ertrag zu rechnen. Darüber hinaus sollte den Essenern der Einstieg in das US-Versorgergeschäft gelingen. Vor diesem Hintergrund erwarteten die Experten von Helaba Trust weiterhin eine überdurchschnittliche Performance der Aktie.


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