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Analysen - DAX 100
18.12.2000
K+S kaufen
Bankhaus Reuschel

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Nach Ansicht der Finanzexperten des Bankhauses Reuschel handelt es sich bei K+S (WKN 716200) um einen echten Value-Titel, den man derzeit kaufen sollte.

K+S, ehemals Kali & Salz, sei der führende europäische Hersteller von Mineraldünger und Magnesiumprodukten für die Landwirtschaft. Durch die Schließung der französischen Kaligruben in den letzten Jahren sei der K+S-Marktanteil in Europa auf rd. 70% gestiegen. Weltweit betrage er etwa 14%. Während die Absatzmärkte in Europa und USA per saldo kaum noch wachsen würden, gelte das Potenzial in Schwellen- und Entwicklungsländern noch als erheblich.

Auf Mineralöldünger seien 1999 79% des K+S-Gesamtumsatzes von 2,33 Mrd. DM entfallen, wobei das operative Ergebnis (85,5 Mio. DM) rd. die Hälfte des Konzernergebnisses ausmache. Ein weiterer Kernbereich sei das Salzgeschäft, mit einem Umsatzanteil von 12%. Die Sparten Entsorgung und sonstige Dienstleistungen würden rd. 9% zum Gesamtumsatz beisteuern. Vor allem die expansive Entsorgung könne durch sehr attraktive Margen glänzen. Ende 1999 habe K+S von der BASF, der ehemaligen Muttergesellschaft, den in Europa führenden (rd. 20% Marktanteil) Anbieter von verbrauchernahen Spezialitäten für den Gartenbau (Umsatz rd. 600 Mio. DM). Darüber hinaus habe K+S den Vertrieb und die Logistik des von der BASF produzierten Stickstoff-Felddüngers (Umsatz rd. 1 Mrd. DM) übernommen. Der Gesamtkaufpreis habe sich auf 420 Mio. DM belaufen.

Diese Erweiterung der K+S-Aktivitäten zeige sich bereits sehr deutlich in den Zahlen für die ersten neun Monate 2000. So sei der Umsatz um nicht weniger als 70% auf 1,54 Mrd. Euro geklettert. Dabei habe das Betriebsergebnis immerhin noch um rd. 42% auf 105 Mio. Euro zugenommen. Dahinter stehe zunächst die anhaltend günstige Entwicklung auf dem Weltkalimarkt, wobei K+S auch vom starken US-Dollar profitieren könne. Bei einem Umsatzanstieg von 1% auf 721 Mio. Euro in diesem Bereich, habe das operative Ergebnis um 47% auf 52,5 Mio. Euro verbessert werden können. Sehr erfreulich sei die Entwicklung bei der Neuerwerbung Compo, die bei 260 Mio. Euro Umsatz ein Betriebsergebnis von 22,5 Mio. Euro beisteuern könne. Auch die Entsorgung habe mit einem Plus von 26% beim Umsatz und 32% beim Ertrag glänzen können. Witterungsbedingt habe allerdings das Salzgeschäft enttäuscht.

Per saldo rechnen die Analysten vom Bankhaus Reuschel & Co. für das Gesamtjahr 2000 mit einem Umsatzanstieg auf rd. 2 Mrd. Euro (+70%) sowie einer Steigerung des Betriebsergebnisses um gut 30% auf 130-140 Mio. Euro. Aufgrund von hohen steuersparenden Verlustvorträgen solle der Nachsteuergewinn nicht viel darunter liegen. Im Gesamtjahr solle daher der Gewinn 1,70 Euro je Aktie betragen. Für 2001 sei man ebenfalls zuversichtlich.

Ein schwächerer US-Dollar könne zwar leicht bremsen, jedoch erwarte man per saldo ein Ergebnis von 1,90 Euro je Aktie. Die K+S-Aktie zähle damit zu den preiswertesten deutschen Aktien, nicht nur wegen des niedrigen KGVs von 9,5 sondern auch wegen der maßvollen Kurs/Cash Flow- (3,3) und Kurs/Buchwert-Relationen (1,6).



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