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Analysen - Ausland
12.04.2005
Esprit unveränderte Erfolgsstory erw.
BörseGo

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Da die Esprit Holding (ISIN BMG3122U1291/ WKN 888946) weiterhin auf dem Vormarsch ist, dürfte auch die Aktie ihre Erfolgsstory fortsetzen, so die Experten von "BoerseGo" in ihrem aktuellen "Tec-Report".

Der Ursprung von Esprit liege im Jahr 1968. Seinerzeit hätten die kalifornischen Modedesigner Doug und Susie Tompkins im Wohnzimmer ihres Hauses ein Textilunternehmen gegründet. Da die "Young-Fashion-Mode" von Beginn an den Geschmack der Kunden getroffen habe, habe die kleine Firma in den 70er-Jahren begonnen, international zu expandieren. 1974 habe das Ehepaar mit dem Geschäftsmann Michael Ying in Hongkong ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet: Die in Kalifornien entworfene Mode sei in Asien günstig produziert worden. Nur zwei Jahre später habe in Ratingen bei Düsseldorf die Europazentrale ihre Pforten öffnet. 1989 sei das Ehepaar Tompkins aus dem Unternehmen ausgestiegen und habe seine Anteile an einen Venture-Capital-Fonds verkauft. 1993 sei der Gang an die Börse in Hongkong gefolgt.

Während der Aktienkurs in den ersten Jahren nach dem Börsengang mehr oder weniger auf der Stelle getreten habe, habe der Titel 1998 seinen unaufhaltsamen Aufstieg begonnen. Die Erfolgsgeschichte der Esprit-Aktie sei auch die von Heinz Krogner. Der heute 63-jährige Deutsche, ehemaliger Unternehmensberater in der Textilbranche, habe zwei Jahre zuvor die Führung von Esprit Europa übernommen - und kräftig aufgeräumt: Auf einen Schlag seien 100 Leute entlassen worden, darunter sechs europäische Geschäftsführer und 30 Prozent der Fabrikanten. Krogner habe neuen Schwung in die Kollektionen gebracht und das Unternehmen umstrukturiert.

Seitdem sei der Umsatz in Europa von 300 Millionen auf rund 1,4 Milliarden Euro geklettert. Dank des riesigen Erfolgs in Europa sei Heinz Krogner 2002 Vorstandschef der Esprit Holding geworden. Der damalige CEO Michael Ying habe sich in den Aufsichtsrat zurückgezogen. Nach dem gleichen Erfolgsmuster habe Krogner auch das lahmende Asiengeschäft auf Vordermann gebracht. Der Aktienkurs habe sich seit dem Tief 1998 um 3.400 Prozent verbessert, was einem durchschnittlichen Zuwachs von über 60 Prozent pro Jahr entspreche.

Das Unternehmen, das sich in den letzten Jahren erfolgreich zwischen dem Billiganbieter H&M und Edelmarken wie Prada positioniert habe, habe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund 189 Millionen Euro erzielt. Was die Profitabilität angehe, habe man den schwedischen Anbieter H&M fest im Visier. Mit einer operativen Gewinnmarge von 12,3 Prozent im letzten Jahr habe man den italienischen Modeanbieter Benetton bereits überholt. Hennes & Mauritz, mit 13,1 Prozent bislang die Nummer eins der Branche, wolle Vorstandschef Heinz Kroger möglichst schon in diesem Jahr überrunden. Gute Voraussetzungen also, dass sich die Erfolgsgeschichte von Esprit auch in einem weiter steigenden Aktienkurs widerspiegle.

Die Bewertung mit einem KGV von aktuell 14 sollte einer Fortsetzung der Erfolgsstory bei Esprit Holding nicht im Wege stehen, so die Experten von "BoerseGo".



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