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Analysen - Nebenwerte
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18.12.2000
WMF kaufenswert
Finanzwoche
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www.optionsscheinecheck.de
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Nach Ansicht der Analysten von der Finanzwoche handele es sich bei WMF Vz. (WKN 780303) um einen kaufenswerten Titel.
WMF sei ein Wert, der durch Substanz, Bilanzqualität und Dividendenrendite hervorragend nach unten abgesichert sein müsste. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens belaufe sich auf hohe 64%. Entsprechend würden neben dem gesamten Anlagevermögen auch ca. 90% der Vorräte durch das Eigenkapital abgedeckt.
Selbst bei einem vorsichtigen Eigenkapitaleinsatz (nach Abzug des Bilanzgewinns und immaterieller Vermögensgegenstände auf der Aktivseite der Bilanz) komme man auf einen Buchwert, der immer noch bei ca. 16 Euro je Aktie liege. Im Normalfall sei dies nur bei Firmen der Fall, die Verluste erwirtschaften und sich auf der Aktivseite der Bilanz künstlich reichrechnen.
Bei WMF könne davon jedoch keine Rede sein. Im Gegenteil, aufgrund der Ertragsstärke der Gesellschaft würden sich die Vorzüge bei einem geschätzten KGV von ca. 10 mit hohen 8,2% (brutto) rentieren. Die Aktiva würden bei der Gesellschaft extrem konservativ bilanziert werden. So seien die Sachanlagen zuletzt nur noch mit 19% der Anschaffungspreise bewertet worden. Die Differenz aus den Anschaffungskosten des gesamten Anlagevermögens und dem Buchwert liege umgerechnet bei 26 Euro je Aktie. Dieser im Vergleich zur Vorzugsnotiz etwa doppelt so hohe Wert deute auf hohe stille Reserven hin.
WMF könne über ein hohes, zum Teil qualitativ hochwertiges Immobilienvermögen verfügen, dass selbst bei vorsichtigen Schätzungen wertmäßig bereits über der gesamten Marktkapitalisierung liegen dürfte. Darüber hinaus hätten die liquiden Mittel zuletzt bei fast zwei Euro netto je Aktie gelegen. Daher sei es nach Ansicht der Experten der Finanzwoche völlig unverständlich, dass die Vorzüge ca. 16% unter ihrem Buchwert notiere.
Eine derart hervorragende Bilanz sei kaum ohne hohe Cash Flows möglich, die in den letzten fünf Jahren ausnahmslos höher als die Investitionen gewesen wären. Zudem habe man die Produktivität jedes Jahr fast ausnahmslos steigern können. Die Gesellschaft wolle in Zukunft vom zunehmenden Marktbewusstsein der Bevölkerung profitieren und könne ständig Marktanteile gewinnen.
Weiteres Wachstum solle vor allem im Ausland generiert werden. So sei WMF bereits heute die bekannteste Marke in Europa. Darüber hinaus könne die Gesellschaft im wachstumsträchtigen Kaffeemaschinengeschäft europaweit über das am besten entwickelte Kundendienstnetz verfügen.
WMF sei ein Value-Titel mit hervorragender Bonität, der aufgrund der soliden Finanzlage und der Kontinuität der Dividendenzahlungen in die Nähe eines Quasi-Pfandbriefs gerückt worden sei.
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