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Analysen - Ausland
13.12.2000
Sepracor mit neuem Aufschwung
Der Aktionär

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Die Analysten des Börsenmagazins „Der Aktionär“ berichten, die Aktien von Sepracor (WKN 882759) haben eine bewegte Vergangenheit hinter sich, aber mit neuen Unternehmensmeldungen kündigt sich nun vermutlich eine Wende an.

Dieses Unternehmen habe eine lupenreine Story, die die zukünftige Kursentwicklung vorprogrammiere. Trotz des rasanten Kurseinbruches für Sepracor sei man ganz klar positiv eingestellt. Auslöser des Kursrutsches vom Oktober dieses Jahres sei die Aufkündigung einer Kooperation seitens Eli Lilly. Sepracor entwickelte nämlich für Eli Lilly eine verbesserte Version von Prozac, einem Mittel zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen. Für Sepracor habe die Aufkündigung der Kooperation neben Lizenzeinbußen in Höhe von 100 Millionen US-Dollar vor allem einen Prestigeverlust dargestellt. In einer Telefonkonferenz habe das Management zum teil vergeblich versucht, die Analysten zu beruhigen.

Die Produktidee von Sepracor sei einfach: Man verwende alt bewährte Wirkstoffe, die sich jahrelang mit heilende Kräften am Menschen respektive Patienten bewährt hätten, verbessere diese und bringe diese patentiert wieder auf den Markt. Dabei handle es sich keineswegs um so genannte Generika, also Kopien von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen sei. Das erkenne man schon bereits daran, dass Sepracor öfters genau mit den Unternehmen zusammenarbeite, deren Produkte man gerade verbessern wolle. Man habe eine Veredelung zum Ziel, an der ebenso der ursprüngliche Hersteller des Medikaments reges Interesse zeige.

Bis zum Jahr 2003 plane das Management von Sepracor eine Verzehnfachung des Umsatzes. Dies solle von aktuell 157 Millionen auf über 1,9 Milliarden US-Dollar zunehmen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wolle man laut Chairman und Chief Executive Timol Barberich mindestens 10 Präparate auf den Markt bringen.

Auch wenn die Kursentwicklung bisher enttäuschend verlaufen sei, rate man die Aktie zu halten. Spätestens nach der Zulassung des Medikamentes Desloratadine dürften die Aktien wieder kräftig anziehen. Für 2001 belasse man die Umsatzschätzung bei 261,5 Millionen US-Dollar. Die Gewinnschwelle sollte spätestens 2003 erreicht werden.



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