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Analysen - DAX 100
14.12.2000
Bayer akkumulieren
AC Research

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Die Analysten von AC Research stufen die Aktie von Bayer (WKN 575200) weiterhin mit Akkumulieren ein.

Die Aktie habe sich seit der letzten Analyse erwartungsgemäß positiv entwickelt und konnte sich von der rückläufigen Gesamttendenz abkoppeln. Die erneut aufgekommenen Übernahmegerüchte durch Roche haben der Aktie Auftrieb zu neuen Kurshöhen verliehen, allerdings sei der Kurs zwischenzeitlich wieder etwas abgebröckelt.

Während bisher aus der Konzernspitze mehr die Tabus in Bezug auf die künftige strategische Ausrichtung kommuniziert wurden, zeige sich das Unternehmen für Veränderungen offener. Mittlerweile scheine sich die Ansicht durchzusetzen, dass man vor einer Übernahme nicht sicher sei und weitere Maßnahmen zur Steigerung des Aktienkurses ergreifen müsse. Dies und der über den Erwartungen ausgefallene Zwischenbericht über die ersten 9 Monate des laufenden Geschäftsjahres sollten zu einer weiterhin überdurchschnittlichen Entwicklung der Aktie führen.

So konnte im dritten Quartal der Umsatz um knapp 23% zulegen. Insbesondere die anhaltend niedrige Bewertung des Euro sowie ein leicht positiver Preiseinfluss haben zu diesem Anstieg geführt. Allerdings machten sich gestiegene Rohstoffkosten, die noch nicht komplett an die Abnehmer weitergegeben werden konnten, negativ bemerkbar. Entsprechend legte das operative Ergebnis unterproportional um 16% auf 724 Mio. Euro zu. Das verbesserte Finanzergebnis konnte den höheren Steueraufwand mehr als ausgleichen, so dass der Gewinn um ein Viertel auf 0,74 Euro je Aktie zulegte.

Für die ersten neun Monate werde bei einem Umsatzplus von 22% auf 22,1 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis von 2,7 Mrd. Euro ausgewiesen. Der Konzerngewinn betrage 1,56 Mrd. Euro oder 2,15 Euro je Aktie. Insbesondere die Arbeitsgebiete Landwirtschaft und Gesundheit weisen weiterhin überdurchschnittliche Margen auf.

Für das restliche und das kommende Geschäftsjahr bleiben die Analysten zuversichtlich. Die prognostizierte Umsatzzunahme auf 29 Mrd. Euro und die Nettorendite von 6,9 bis 7% werde mit großer Wahrscheinlichkeit erreicht. In 2001 werden zurückgehende Rohstoffkosten sowie Erträge aus neuen Kooperationen und Übernahmen den weniger günstigen Währungseffekt mehr als ausgleichen können. Die leichte Konjunkturabkühlung dürfte kaum Auswirkungen haben. Mit einem KGV von 18 auf der Basis der 2001-Gewinnschätzung sei weiteres Kurspotenzial auf mittlere Sicht vorhanden.



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