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Analysen - DAX 100
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08.12.2000
Fresenius VZ. übergewichten
Helaba Trust
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Bei Fresenius (WKN 578563) wurde die positive Entwicklung in den ersten neun Monaten 2000 vor allem von drei Faktoren getragen: dem guten operativen Geschäft (+9%), Währungseffekten (+10%; FMC bilanziert in USD) und Akquisitionen (+5%), berichten die Analysten der Helaba Trust.
Insgesamt habe sich der Umsatz daher um 24% auf 4.440 Mio. EUR erhöht, das Betriebsergebnis sei um 31% auf 561 Mio. EUR gestiegen. Kabi leiste inzwischen auch einen deutlichen Beitrag zum Wachstum. Die Erlöse seien-teilweise akquisitionsbedingt-um 16% und das EBIT um 19% gestiegen. Die Neustrukturierung trage Früchte, selbst wenn die operative Marge (8,3%) noch deutlich hinter der stabil hohen Marge von FMC (15,0%) zurückbleibe.
Fresenius sei aufgrund einer nach Einschätzung der Analysten haltlosen US-Klage gegen FMC unter Druck geraten. Schon bald sollten die Stärken des Unternehmens neue Beachtung finden: Gewinnzuwächse um 30% p.a., Führerschaft in zahlreichen Märkten, Expansion im wachsenden Dienstleistungsbereich. HemoCare besitze einen interessanten Ansatz in der Chemotherapie, der derzeit getestet werde. Neue Produkte sowie eine effizientere Produktion würden die Marge von Kabi bald über 10% hieven sollen. Der EBITDA-Vergleich indiziere einen Wert von rund 3 Mrd. EUR für Kabi und je ca. 200 Mio. EUR für ProServe und Hemo-Care. Der FMC-Anteil sei bei ca. 3,2 Mrd. EUR fair bewertet. Die Analysten würden daher dazu raten, die Aktie überzugewichten.
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