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Analysen - Ausland
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01.12.2000
Repsol untergewichten
Helaba Trust
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von der Helaba Trust stufen die Aktien der Repsol (WKN 876845) auf „Untergewichten“ ein.
Repsol YPF sei in den Bereichen der Öl-/ Gasförderung und -produktion tätig. Die Rohprodukte würden in Raffinerien verarbeitet und über das eigene Tankstellennetz vertrieben. Gas werde an etwa 8,2 Mio. Industrie- und Privatkunden in Spanien und Lateinamerika ausgeliefert. Nach der erfolgreichen Übernahme des argentinischen Ölkonzerns YPF sei das nun unter dem Namen Repsol YPF firmierende Unternehmen in den Kreis der weltweit zehn größten Ölgesellschaften vorgedrungen. In Spanien, Argentinien und Teilen Lateinamerikas seien die Spanier Marktführer. Auch zukünftig sei eine Konzentration auf diese Märkte geplant.
In dritten Quartal 2000 hätten die Spanier ein operatives Ergebnis von 1.565 Mio. EUR erzielt, was einem Zuwachs von 87,0% gegenüber dem Vorjahr entspreche. Enttäuschend sei hingegen die Entwicklung im Upstreamsegment. Trotz des weiterhin sehr festen Ölpreises werde ein Ergebnisrückgang gegenüber zweiten Quartal vermeldet. Nicht zuletzt ein unerwarteter Produktionsrückgang um 3% trage zu dieser Verschlechterung bei. Auch die anderen Segmente müssten gegenüber dem Vorquartal Einbußen hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr könnten sich zumindest Raffinerie & Marketing (+15,9%) und Gas & Elektrizität (+155,8%) verbessern, während bei den Chemikalien aufgrund sinkender Margen eine Verschlechterung (-35,4%) berichtet werde.
Noch profitieren die Spanier wie die gesamte Branche vom hohen Ölpreisniveau. Mittelfristig dürften die Ertragsaussichten aus heutiger Sicht jedoch eher begrenzt sein. Zum einen fehle ohne größere Kooperationen oder Akquisitionen die kritische Masse, um dauerhaft im Markt erfolgreich sein zu können. Zum anderen sei unklar, wie sich nach der Marktliberalisierung die Zukunft im Gasbereich darstellen werde. Die geplante Kapitalerhöhung führe zudem zu einer Ergebnisverwässerung.
Die im dritten Quartal erneut gestiegene Nettoverschuldung belaste das Finanzergebnis. Im Streit um Iberdrola gebe das Management zudem eine unglückliche Figur ab. Die Landesbanker bekräftigen ihre Empfehlung, das Papier unterzugewichten.
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