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Analysen - DAX 100
01.12.2000
Hannover Rück Outperformer
AC Research

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Die Analysten stufen die Aktie der Hannover Rück (WKN 840221) aufgrund ihrer erstmaligen Einschätzung als Outperformer ein.

Nach dem starken Wachstum des vergangenen Jahres, welches durch die Übernahme des US-Versicherers Clarendon erzielt wurde, stehe das Unternehmen im laufenden Jahr vor einer Konsolidierung. Das angestrebte Wachstum von rund 20% für das Gesamtjahr habe das Unternehmen im ersten Halbjahr mit 12% zwar verfehlt. Allerdings erwarte man, das gesteckte Ziel im Jahresverlauf doch noch zu erreichen.

Vom konzernweiten Prämienplus von 12% entfallen 3 Prozentpunkte auf die günstigen Währungsrelationen. Insbesondere der Zuwachs beim Programmgeschäft, eine spezielle Form des Versicherungsgeschäftes in den USA, die von der US-Tochter Clarendon betrieben wird, fiel sehr hoch aus. Hier komme dem Unternehmen auch der hohe Dollarkurs zu Gute.

Aufgrund saisonal bedingter Schwankungen konnte das Prämienvolumen aus der Personen- und Finanzrückversicherung im ersten Halbjahr nur unterdurchschnittlich zulegen. Das größte und weiterhin ertragsstärkste Segment, die Schadenrückversicherung, erzielte nach einer überfälligen Marktbereinigung wieder einen nennenswerten Prämienzuwachs. Auch seien Großschäden und Naturkatastrophen bisher ausgeblieben, so dass das Segmentergebnis höher ausfiel.

Der Wegfall letztjähriger außerordentlicher Steuereffekte bewirkte allerdings, dass der Überschuss um nur noch um 2% zulegen konnte. Ertragsstützend habe sich die vorgezogene Realisierung von Kursgewinnen aus Aktiengeschäften ausgewirkt. Im zweiten Halbjahr werden außerordentliche Steuereffekte hingegen zu einem deutlicheren Ertragsplus führen.

Nach einem Gewinn je Aktie von 6,86 Euro im vergangenen Jahr sollten im laufenden Geschäftsjahr 7,50 Euro und in 2001 8,60 Euro erreicht werden. Selbst nach dem starken Kursanstieg im bisherigen Jahresverlauf werde die Aktie weiterhin nur mit einem KGV von unter 13 bewertet.

Charttechnisch sei der mittelfristige Aufwärtstrend ebenfalls noch intakt. Solange bei den Technologieaktien keine eindeutige Trendwende erkennbar sei, gehen die Analysten von einer weiterhin marktüberdurchschnittlichen Entwicklung aus.



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