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Analysen - Ausland
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29.11.2000
Novell noch nicht kaufen
Fuchs Hitech
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www.optionsscheinecheck.de
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Novell (WKN 873019) war einstmals der größte Hersteller von Computernetzwerken, das berichten die Analysten von Fuchs Hitech.
Mit dem Internet und der Konkurrenz durch die Betriebssysteme Microsofts kam der Niedergang des Konzerns. Diesen versuche Novell durch einen Übergang ins B2B-Geschäft zu kompensieren. Dies sei noch nicht gelungen, obwohl Novell dabei ganz gut im Rennen liege.
Während also von einer Seite fallende Einnahmen und hohe Kosten fürs Umstrukturieren kommen, würden die Einnahmen von der anderen Seite noch fehlen. Zum drittenmal in Folge seien die Jahresgewinne deshalb gefallen, diesmal von 48 auf 15 Cent pro Aktie. Positiv dabei sei, dass sie noch über Null bleiben.
Schon im Vorfeld wären die Gewinneinschätzungen für das nächste Finanzjahr auf 32 Cents zurückgenommen worden. Dies liefere jetzt wieder einen positiven Gewinnsprung von hohen 2,8 Cents pro heute in Novell angelegtem $ (im nächsten Finanzjahr mehr Gewinn) und eine geschätzte Konsensgewinnrendite von 5,2%. Nach Meinung der Analysten von Fuchs Hitech sei dies hoch. Es bleibe allerdings die Frage, wie die Experten auf diesen Gewinnrückschlag reagieren würden. Rückstufungen würden die starken quantitativen Zahlen erodieren lassen können.
Es sei die Frage, ob der von Sun Microsystems gekommene Vorstandsvorsitzende Eric Schmidt es schaffe, den neuen Sektor schnell in die Gewinnzone zu bringen, was nicht so leicht sei, wie das Beispiel der anderen B2B-Aktiengesellschaften zeige.
Charttechnisch könne Novell nicht schwächer sein. Hier sei einfach nichts zu machen. Auch die geringste Chance auf Stärke habe der Absturz im Verlauf der Gewinnmeldung beseitigt und ein hoffentlich finales „sell out“ eingeleitet.
Die Analysten raten die Aktie Novell noch nicht zu kaufen.
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