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Analysen - Ausland
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11.03.2005
Reuters halten
Helaba Trust
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Die Analysten von Helaba Trust empfehlen weiterhin, die Aktien von Reuters (ISIN GB0002369139/ WKN 911958) zu halten.
Die Gesellschaft habe Zahlen für das Geschäftsjahr 2004 veröffentlicht.
Dabei sei der Konzernumsatz geringer als erwartet auf 2,885 Milliarden GBP gesunken. Dies sei in erster Linie auf die Entwicklung der wichtigen Abonnementerlösen zurückzuführen gewesen. Die Besserungstendenz spiegle sich auch in wichtigen operativen Kenngrößen wider. So hätten im vierten Quartal sowohl die durchschnittlichen Kundenerlöse als auch die Anzahl der Terminals weiter stabilisiert werden können. Das Flagschiff "3000-Xtra" habe sogar Zuwächse aufgewiesen.
Bei Instinet seien die Erlöse währungsbereinigt um 8,6% auf 350 Millionen GBP gesunken. Dank der massiven Kosten- und Restrukturierungsbemühungen habe sich das Konzern-EBITA um 10,5% auf 273 Millionen GBP verbessert. Das Konzernergebnis in Höhe von 352 Millionen GBP habe aber auch von Einmaleffekten profitiert.
Der Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung sei unverändert positiv geblieben. So sollten die Weichen bei den Konzernerlösen für das Gesamtjahr 2005 wieder auf Wachstum gestellt sein. Dabei agiere die Gesellschaft mit ihrem angestammten Kerngeschäft allerdings in einem relativ gesättigten und hart umkämpften Markt. Daher taxiere man das mittelfristige Wachstumspotential bei den Abonnementerlösen auf maximal 3 bis 3,5% pro Jahr.
Somit stelle sich zunehmend die Frage nach einer Wachstumsstrategie. Antworten darauf sollten nach Ansicht der Analysten von Helaba Trust auf einer Investorenkonferenz im dritten Quartal gegeben werden. Man rechne nicht mit dem Einstieg in grundlegend neue Geschäftsbereiche. Vielmehr werde wahrscheinlich der Versuch unternommen werden, mit den vorhandenen Kompetenzen neue Kundengruppen zu erschließen. So seien 2004 insgesamt 28 Millionen GBP in eine Online Währungs-Plattform in China sowie in ein gebührenpflichtiges Online Nachrichtenportal geflossen.
Man gehe allerdings davon aus, dass erhöhte Produkt- und Vertriebsinitiativen im Zuge einer Wachstumsstrategie für einen erhöhten Investitionsbedarf sorgen würden. Die Einsparungen aus dem "Fast Forward"-Programm könnten hierdurch konterkariert werden. Im laufenden Geschäftsjahr würden die Restrukturierungsaufwendungen auf Grund des bevorstehenden Umzuges des Hauptquartiers in die Londoner Docklands mit 80 Millionen GBP höher als erwartet ausfallen. Auch die Integration der Neuerwerbung Moneyline Telerate werde 2005 voraussichtlich zu einer leichten Margenverwässerung führen. Daher müsse man die Ergebnisprognose etwas zurücknehmen.
Positiv könne sich hingegen der Verkauf der US-Tochter Instinet und die dadurch möglichen Aktienrückkäufe auswirken. Schon heute sei die Gesellschaft in der Position eines Nettogläubigers. Der Marktwert der 63%-igen Beteiligung an der börsennotierten US-Tochter belaufe sich aktuell auf 650 Millionen GBP. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau sehe man für die Reuters-Aktie allerdings kaum noch Kurspotential. Sowohl der Peer Group-Vergleich als auch das Discounted Cash Flow-Modell würden auf einen fairen Wert im Bereich von 430 GBp hindeuten.
Die Analysten von Helaba Trust empfehlen weiterhin, die Aktien von Reuters zu halten.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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