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Analysen - Nebenwerte
11.03.2005
Borussia Dortmund meiden
AC Research

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Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Borussia Dortmund (ISIN DE0005493092/ WKN 54309) zu meiden.

Die Gesellschafter des Commerzbank-Fonds Molsiris würden am Montag in Düsseldorf darüber entscheiden, ob der Verein die eingeleitete Sanierung fortsetzen könne.

So gehe es um den teilweisen Rückkauf des Westfalenstadions durch Borussia Dortmund. Diese Transaktion stelle das entscheidende Standbein des Rettungsplans der Gesellschaft dar. Insgesamt wolle der Verein 42,8% des Westfalenstadions zurück erwerben. Im Jahr 2002 habe die Gesellschaft 94% der Stadionanteile an den Molsiris-Fonds verkauft und dann zurückgeleast. Hierfür müsse der Verein jährlich bis zu 17 Millionen Euro zahlen. Der derzeit noch gültige Vertrag sehe allerdings die Tilgung und Rückübertragung erst für das Jahr 32017 vor.

Sofern die Anteilseigner des Fonds der Rückabwicklung zustimmen würden, könne Borussia Dortmund wieder über die liquiden Mittel aus einem derzeit verpfändeten Bardepot, auf dem sich rund 50 Millionen Euro befinden würden, verfügen. Hiervon könne der Verein in diesem Fall mehr als neun Millionen Euro sofort erhalten.

Die Bedingung für eine rechtlich verbindliche Zustimmung der Anteilseigner sei, dass mindestens 15% der Fondsanleger anwesend sein müssten. Mindestens 75% des anwesenden Kapitals müssten dann der Rückabwicklung noch zustimmen. Nach Ansicht der Analysten von AC Research erscheine eine Zustimmung der Fondszeichner zu der vorgesehen Rückabwicklung durchaus wahrscheinlich, da Borussia Dortmund bei einer negativen Entscheidung eigenen Aussagen zufolge wahrscheinlich Insolvenz anmelden müsse. Allerdings sei die Zustimmung keinesfalls sicher.

Beim derzeitigen Aktienkurs von 2,40 Euro erreiche die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung von rund 70 Millionen Euro. Im Falle einer negativen Entscheidung der Fondszeichner sei von einer schnellen Insolvenz des Vereins mit entsprechend negativen Auswirkungen auf den Aktienkurs zu rechnen. Im Fall einer positiven Entscheidung der Fondszeichner rechne man kurzfristig mit einer positiven Reaktion der Aktie. Allerdings seien auch in diesem Fall die grundsätzlichen Probleme des Vereins nicht gelöst. Der Verein sei auch in diesem Fall weiterhin stark sanierungsbedürftig. Insofern sei in den kommenden zwei Jahren nicht mit dem Erreichen der Gewinnzone zu rechnen. Die Aktie erscheine insgesamt weiterhin ambitioniert bewertet.

Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Borussia Dortmund zu meiden.



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