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Analysen - Ausland
27.11.2000
CEZ Abstand von Aktie nehmen
Finanzen Aktien

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Die Analysten vom Anlegermagazin Finanzen Aktien empfehlen den Anlegern bei den Aktien der CEZ (WKN 887832) „Abstand zu nehmen“.

Die Aktien des tschechischen Energielieferanten seien in den letzten Wochen stark gefallen. CEZ könne sich nicht von den Problemen dem in Betrieb genommenen Atomkraftwerk in Temelin an der österreichischen Grenze nicht entziehen.

Zwölf Jahre solle die Bauzeit der Atomkraftwerkes dauern. Dazu würden rund 3 Mrd. Euro benötigt. Einige Marktbeobachter würden von einem Milliardengrab sprechen und das Projekt solle aller Bedenken zuwider weiterhin durchgeführt werden. Sinn dabei liege in der Förderung der regionalen Baubranche. Dazu erhalte die CEZ für einen Großteil der Baukosten einen Zuschuss vom Staat.

Die Kapazität des Temelin-Reaktor müsse auf volle Kapazität anlaufen, um die hohen Kosten schnell wieder herein zu bekommen. Das Unternehmen konzentriere sich bei der Stromproduktion auf die Lieferung in das europäische Ausland, da der Markt im Inland bereits völlig gedeckt sei.

Probleme sehe man weiterhin bei dem Sicherheitszustand in Temelin, zumal der Nachbar in Österreich sich in dieser Hinsicht bedenklich äußere. Schlagzeilen in Zeitungen und Protestmärsche seien die Folgen gewesen. Der deutsche Umweltminister Trittin habe Mitte Oktober eine Reduzierung des Imports für ausländischen Atomstrom beantragt.



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