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Analysen - Ausland
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24.11.2000
Generali akkumulieren
Hornblower Fischer
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Die führende italienische Versicherungsgruppe Assicurazioni Generali (WKN 850312) hat in den ersten neun Monaten mit einem Ergebnis von 2,1 Bio. Lire bereits den Konzerngewinn des Vorjahres von 1,6 Bio. Lire deutlich übertroffen, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.
Zugleich habe die Gruppe für das Gesamtjahr 2000 ein signifikant höheres Ergebnis in Aussicht gestellt. Im dritten Quartal sei der Reingewinn aber merklich niedriger ausgefallen. Hier habe die rückläufigen Finanzmärkte deutliche Schleifspuren beim Handelsergebnis hinterlassen. Als positiv heben die Analysten von Hornblower Fischer hervor, dass der drittgrößte europäische Versicherer das Prämienwachstum im margenstarken Life Insurance-Bereich stärker steigern konnte als im Nicht-Versicherungsgeschäft.
Italien gelte als einer der am schnellsten wachsenden Märkte für Lebensversicherungen in Europa. Experten würden für das laufende Jahr mit Wachstumsraten von 31% rechnen. Mit einem Marktanteil von 27% dürfte Generali von diesem Trend auch in den kommenden Jahren hinreichend profitieren. Ähnlich wie beim deutschen Konkurrenten Allianz beruhe nicht zuletzt die weitere Kursfantasie aus den versteckten Gewinnen im Beteiligungsportfolio. So würden die noch nicht realisierten Gewinne per 30. September auf rund 20 Bio. Lire geschätzt.
Vor dem Hintergrund der im vergangenen Jahr erworbenen INA-Gruppe werde sich Generali aber im kommenden Jahr von einzelnen der 177 verwalteten Gesellschaften trennen müssen. So stehe bis Ende 2001 die Beteiligung am Versicherer Fondiaria zur Disposition. Spekulationen hätten zuletzt auch um die 7,5%-Beteiligung an der Banca Nazionale del Lavoro, die fünftgrößte Bank Italiens kursiert.
Angesichts der aussichtsreichen Positionierung sowohl im Heimatmarkt als auch auf dem europäischen Kontinent empfehlen die Analysten von Hornblower Fischer die Aktie zu akkumulieren. Darüber hinaus dürfte nach der Einschätzung der Experten die weitere Kursfantasie vor allem durch den hohen Streubesitz (73%) der Aktien maßgeblich beeinflusst werden.
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