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Analysen - DAX 100
21.11.2000
Henkel Marketperformer
LB Baden-Württemberg

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Henkel (WKN 604843) habe 1999 23 % des Konzernumsatzes mit Chemie, 22 % mit Klebstoffen, 16 % mit Kosmetik/ Körperpflege, 23 % mit Wasch-/Reinigungsmitteln sowie knapp 16 % mit Oberflächentechnik/ Hygiene erwirtschaftet, so die Experten der LBBW. Dabei sei das Unternehmen mit 70 % des Umsatzes in Europa, 17 % in Nordamerika, 4 % in Lateinamerika, 8 % in Asien/ Australien sowie 1 % in Afrika tätig.

Der Konzern habe den Umsatz in den ersten neun Monaten 2000 um 12 % auf 9,4 Mrd. Euro gesteigert. Dazu hätten organisches Wachstum 6,4 % und positive Wechselkurseinflüsse 4,9 % beigetragen. Der operative Gewinn sei um 11 % und der Jahresüberschuss bereinigt um Restrukturierungskosten des Vorjahres um 15 % angestiegen.

Die Entwicklung der operativen Marge sei im dritten Quartal enttäuschend gewesen, womit sich die Gewinnschätzung der LBBW-Analysten für das Gesamtjahr trotz einer leichten Anhebung der Umsatzerwartung kaum ändere. Obwohl sich die operative Marge im vierten Quartal stabilisieren sollte, rechneten sie vor dem Hintergrund der hohen Petrochemiepreise, der Integrationskosten und Goodwillabschreibungen der Akquisitionen sowie der Markteintritts- bzw. Expansionskosten in Asien und den USA für das Gesamjahr lediglich mit einer moderaten Verbesserung der operativen Marge und einem Anstieg des operativen Gewinns um 13 %. Der Nettogewinn und der Gewinn je Aktie sollten etwas kräftiger um rund 18 % zulegen. Für das kommende Jahr erwarteten die LBBW-Experten ein moderateres Umsatzplus von 6 % und einen etwas überproportional um 11 % steigenden Gewinn je Aktie.

Während die Gewinnentwicklung im dritten Quartal etwas enttäuschend ausgefallen sei, das vierte Quartal mit einem stärkeren Effekt aus den höheren Petrochemiepreisen im Hinblick auf die operative Marge ein gewisses Risiko darstelle und der Markt befürchten dürfte, dass der Konzern für eine Akquisition zu viel bezahlen könnte, seien auch einige als positiv einzustufende Argumente anzuführen. So ziehe Henkel jetzt für die Chemietochter Cognis alle Optionen in Betracht, so dass auch eine vollständige Trennung im Bereich des Möglichen liege. Darüber hinaus habe der Konzern sich wiederum sehr ehrgeizige Ziele für den Zeitraum bis 2005 gesetzt und versichere, bei Akquisitionen strenge Kriterien anzulegen. Im Hinblick auf die sich etwa die Waage haltenden positiven und negativen Einflussfaktoren dürfte es die Aktie nicht schafften, sich überproportional zu entwickeln, so dass die Experten der LBBW ihre Einstufung als Marketperformer beibehalten.


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