Logo
Analysen - Nebenwerte
02.03.2005
DEAG kaufenswert
TradeCentre.de

www.optionsscheinecheck.de

Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Aktie der DEAG Deutsche Entertainment AG (ISIN DE0005513907/ WKN 551390) für kaufenswert.

Bei einem Treffen mit "TradeCentre.de" in Frankfurt habe Firmenchef Peter Schwenkow die Marschrichtung für die nächsten Jahre vorgegeben. "Wir wollen im Jahr 2007, spätestens im Jahr 2008, mit einer EBIT-Marge von zehn Prozent wirtschaften". Circa 60 Prozent der Erlöse dürften auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre aus dem traditionellen Konzert- und Tourneegeschäft resultieren. Diese Sparte werfe allerdings nur Margen von fünf bis sieben Prozent ab. Der Rest der Umsätze werde im Wesentlichen auf die Bereiche Eigenproduktionen und DEAG Classics entfallen.

Unter Renditegesichtspunkten steche vor allem die neue Sparte "DEAG Classics" hervor. "In diesem Segment sind operative Margen von 15 Prozent und mehr möglich". Schon im Jahr 2005 solle der Bereich mindestens 10 Millionen Euro zum Umsatz beisteuern und einen Ergebnisbeitrag von 1,5 Millionen Euro abliefern. Gegenüber dem Vorjahr betrage die Steigerung des Erlöses rund 2000 Prozent. Schon im Jahr 2006 könnte das Standbein 15 bis 20 Millionen Euro zum Konzernumsatz beitragen, sage der CEO.

"Neben dem Konzertgeschäft und Varietétheater wird unsere klassische Musik der profitabelste Geschäftsbereich werden". Wie der Firmengründer erläutere, könne ein Ticket für ein Konzert mit Stars wie Anna Netrebko im Schnitt für 85 Euro verkauft werden. Mit Anna Netrebko habe DEAG Classics einen Vertrag bis 2007 für Konzert- und Open-Air-Veranstaltungen geschlossen. Zielgruppe bei DEAG Classics seien Leute ab 50 Jahre aufwärts. Bekanntlich sitze der Euro bei dieser Klientel recht locker. Bei Konzerten mit Popstars, die vor allem von Kids besucht würden, würden Konzertkarten im Schnitt 40 Euro kosten.

Neben den bereits vereinbarten Konzerten und Tourneen bei DEAG Classics mit Anna Netrebko, Renée Fleming, Montserrat Caballé, Marcelo Alvarez, José Cura, Juan Diego Florez, Joseph Calleja und Ramón Vargas plane Schwenkow im Rahmen der abgeschlossenen Verträge, auch Konzerte und Tourneen mit den Stars der Klassik in der Schweiz durchzuführen. Vereinbart sei hierzu eine Kooperation mit der Schweizer Good News, an der die DEAG bereits beteiligt sei. Mit der weltweit führenden Klassikkünstleragentur IMG Artists habe der CEO jüngst eine exklusive Vertriebsvereinbarung über die Ausrichtung der Serie "Galaxy of Stars" unterzeichnet, die zahlreiche Konzerte und Tourneen mit internationalen Klassikstars umfasse. Die dramatischen Umsatzsteigerungen bei DEAG Classics sollten sich daher gut umsetzen lassen.

Nicht zuviel erwarten sollten Anleger von den Jahreszahlen für 2004. Der Umsatz dürfte sich auf knapp 100 Millionen Euro belaufen. Pro Aktie würden die Experten mit einem Gewinn von mehr als 30 Cent rechnen. Der Profit resultiere jedoch im Wesentlichen aus Rückerstattungen vom Finanzamt. In diesem Jahr erwarte man Einnahmen von über 100 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von circa fünf Prozent. In der Neunmonatsbilanz per Ende September 2004 weise der Konzern noch Bankschulden von vier Millionen Euro aus. Noch im ersten Halbjahr 2005 rechne Schwenkow mit der Überweisung der 6,5 Millionen Euro von Edeka im Zusammenhang mit einem Teilverkauf des angrenzenden Areals der Frankfurter Jahrhunderthalle. Zusätzliches Geld könnte noch durch den Verkauf des Stella-Mantels in die Kasse fließen. Mehrere Interessenten solle es nach Informationen für den Anteil geben. Schwenkow habe dies weder bestätigen noch dementieren wollen.

Die DEAG AG sei ein "klassischer" Turnaround-Kandidat. Daher halten die Experten von "TradeCentre.de" die DEAG-Aktie für kaufenswert.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de