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Analysen - Ausland
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20.11.2000
Thomson-CSF reduzieren
Bank Julius Bär
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Nach Erhalt des letzten Quartalsberichts haben die Analysten von Julius Bär die Aktien des französischen Herstellers elektronischer Systeme, Thomson-CSF (WKN 850842) von „kaufen“ auf „reduzieren“ abgestuft.
Das 3. Quartal 2000 habe mit einer Umsatzsteigerung von 4 % abgeschlossen, was eine leichte Abschwächung gegenüber dem letzten Quartal darstelle. Die Umsätze des Kerngeschäftes hätten sich nach wie vor gut entwickelt (+8%), während jene aus den IT und Dienstleistungsaktivitäten des Unternehmens mit einem Plus von 3 % enttäuschend ausgefallen seien.
Die Verbesserung der Margen sei im 1. Geschäfts-Halbjahr weiter plangemäß verlaufen. Thomson-CSF habe eine betriebliche Ergebnismarge von 6,1 % gegenüber 5,5 % 1999 erzielt. Dieser Trend sollte auch in Zukunft anhalten, weshalb die Analysten von Julius Bär ihre prognostizierte Marge für 2002 mit 7,8% festsetzen.
Die Erholungsphase des Unternehmens sei abgeschlossen und derzeit seien keine zusätzlichen positiven Überraschungen zu erwarten. Der Markt habe die Fortschritte bereits in den aktuellen Kursen berücksichtigt, weshalb Thomson-CSF im Vergleich zur Gruppe der vergleichbaren Unternehmen bereits um 30 % höher bewertet sei. Ein theoretisches Bewertungsmodell ergebe eine Gewinnbewertung von 46 € und eine abgezinste Cash Flow - Bewertung von 55€. Der Nettoanlagenwert von Thomson-CSF liege bei 54 € (dabei entfalle auf den Bereich IT und Dienstleistungen 37 %).
Aus den genannten Gründen sind die Analysten von Julius Bär der Ansicht, daß das Aufwärts-Kurspotential des Unternehmens bei einem Kurs von über 50 € ziemlich begrenzt sei.
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