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Analysen - Ausland
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17.11.2000
Unicredito kaufen
Bankhaus Reuschel
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Die Unicredito-Gruppe (WKN 850832) sei 1998 aus der Fusion des Credito Italiano und Unicredito enstanden, dem Zusammenschluss zweier großer Sparkassen im Veneto, so die Experten des Bankhauses Reuschel.
Eine Mehrheit bestehe zudem an Rolo Banca, einem führenden Kreditinstitut der Emilia Romagna. Unicredito sei derzeit mit einer Bilanzsumme von rund 170 Mrd. Euro die Nr. 2 in Italien, ebenso gemessen an der Börsenkapitalisierung von über 30 Mrd. Euro. Unicredito verfüge über ein Filialnetz von rund 3000 Zweigstellen; gut 80% davon befänden sich in Norditalien, wo der Marktanteil rund 20% erreicht habe. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liege eindeutig im Privatkundengeschäft.
Hier könne sich das Institut auf rund 5,2 Mio. Kunden stützen. Etwa 50% des Konzernertrages stammten aus diesem Bereich, und zwar sowohl aus dem Einlagen- und Kreditgeschäft wie auch aus dem Wertpapiergeschäft (insbesondere Fondsvertrieb). Zum Kerngeschäft der Gruppe zählten ferner das Corporate Banking (rund 140000 Firmenkunden), das Investmentbanking und die Vermögensverwaltung. Hier habe sich Unicredito zuletzt durch den Kauf des renommierten US-Assetmanagers Pioneer Group (verwaltetes Vermögen rund 25 Mrd. Euro) deutlich verstärkt. Insgesamt habe Unicredito derzeit rund 120 Mrd. Euro unter Management.
In den nächsten 2-3 Jahren wolle Unicredito jährliche Gewinnsteigerungen von 20-30% realisieren, die Eigenkapitalrendite soll bei rund 20% stabilisiert werden. Das exzellente Management habe sich darüber hinaus eine Steigerung des Shareholder Value um rund 30% p.a. zum Ziel gesetzt. Mit einer aktuellen P/E von 15,6 erscheine die Aktie dieses ungewöhnlich dynamischen Instituts noch relativ moderat bewertet. Kaufen.
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