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Analysen - DAX 100
25.02.2005
HypoVereinsbank untergewichten
Zürcher Kantonalbank

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Christoph Ritschard, Analyst der Zürcher Kantonalbank, stuft die Aktie der HypoVereinsbank (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) mit "untergewichten" ein.

Nachdem die HVB Group bereits im Geschäftsjahr 2003 einen Fehlbetrag von EUR 2,6 Mrd. habe verkraften müssen, habe man im Jahr 2004 einen Jahresverlust von EUR 2,3 Mrd. verzeichnet. Auf eine Dividende werde verzichtet.

Der Verlustausweis komme nicht mehr überraschend. Nachdem man bereits im 3. Quartal die Ergebnisprognose habe senken müssen, sei im Januar eine weitere Sonderwertberichtigung in der Höhe von EUR 2,5 Mrd. angekündigt worden. Im 4. Quartal sei immerhin das beste Betriebsergebnis realisiert worden, womit mit EUR 1.389 Mio. das untere Ende der ehemaligen Jahreszielbandbreite (EUR 1.400 Mio.) doch noch fast erreicht worden sei.

Das Management lanciere ein weiteres Mal ein Effizienzsteigerungsprogramm mit einem Kostensparpotenzial von mind. EUR 280 Mio. In diesem Zusammenhang würden erneut 2.200 bis 2.400 Arbeitsplätze entfallen. Zudem sei ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der Kapitalquote definiert worden.

Das Management rechne für 2005 mit einem deutlichen Gewinnsprung und einer EK-Rendite, welche die Kapitalkosten (8% bis 9%) decken solle. Ein Großteil der Ergebnisverbesserung dürfte nach der Bereinigung des Kreditportfolios durch tiefere Rückstellungen zustande kommen.

Unter der Annahme einer EK-Rendite von 9% würden die Analysten einen fairen Wert von rund EUR 17 errechnen. Diesen hätten die Aktien mit dem gestrigen Kursanstieg bereits überschritten.

Die Einstufung für die HypoVereinsbank-Aktie bleibt "untergewichten", so die Analysten der Zürcher Kantonalbank.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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