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News - DAX 100
23.02.2005
HypoVereinsbank operativ. Entw. gut
Ad hoc

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Die HVB Group (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) verzeichnete im vierten Quartal eine gute operative Entwicklung.

Die Ergebnisse des 4. Quartals im Einzelnen: Der Zinsüberschuss lag - einschließlich Einmaleffekten in Höhe von 49 Mio. EUR - im Schlussquartal bei 1.475 Mio. EUR, gegenüber 1.443 Mio. EUR im 3. Quartal. Das Vorquartal war von Einmaleffekten im Umfang von 33 Mio. EUR begünstigt. Bereinigt um diese Effekte erhöhte er sich um 1,1%. Damit bestätigt sich die nachhaltig wirksame Ergebnisverbesserung. Der Provisionsüberschuss erreichte 761 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Ergebnis des dritten Quartals (691 Mio. EUR). Auch das Handelsergebnis überstieg mit 163 Mio. EUR klar den Wert des Vorquartals (111 Mio. EUR). Die gesamten operativen Erträge legten im Vergleich mit dem Vorquartal (2.271 Mio. EUR) spürbar um fast 5% auf 2.383 Mio. EUR zu.

Mit 121 Mio. EUR verminderten sich die Verwaltungsaufwendungen kräftig (Q3: 1.563 Mio. EUR) auf 1.442 Mio. EUR. Die Cost-income-ratio belief sich im isolierten 4. Quartal auf 60,5%. Erwartungsgemäß lag die Risikovorsorge bei 450 Mio. EUR und damit etwa auf der Höhe des Vorquartals (459 Mio. EUR). Mit 491 Mio. EUR stieg das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorquartal (249 Mio. EUR) deutlich und erreichte im Schlussquartal den höchsten Wert in 2004.

Die Zuführung zu Sonderwertberichtigungen hat die Erfolgsrechnung in Höhe von 2,5 Mrd. EUR in 2004 belastet. Ebenso hat die Bank 250 Mio. EUR für das Effizienzsteigerungsprogramm PRO eingestellt. Das Ergebnis vor Steuern erreichte infolge der Sondereffekte im Konzernabschluss 2004 im 4. Quartal - 2.424 Mio. EUR . Nach Steuern und Fremdanteilen weist die HVB Group ein Ergebnis von-2.278 Mio. EUR aus. Vorläufiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004: Die gesamten operativen Erträge lagen mit 9.320 Mio. EUR um 0,7% über Vorjahr (9.256 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis stieg auf 1.389 Mio. EUR und übertraf den Vorjahreswert (896 Mio. EUR) damit sehr deutlich um 55%.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich infolge der Sondereffekte (Sonderwertberichtigungen [2,5 Mrd. Euro] und Restrukturierungsrückstellungen [250 Mio. Euro]) zum Jahresende 2004 auf -1.781 Mio. EUR nach 549 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Steuern und Fremdanteilen erzielte die HVB Group ein negatives Ergebnis von -2.278 Mio. EUR (2003: 60 Mio. EUR). Zudem weist die HVB AG einen Jahresfehlbetrag von -2.540 Mio. EUR für das abgeschlossene Geschäftsjahr aus. Daher muss von der Ausschüttung einer Dividende Abstand genommen werden. Die HVB wird jedoch alle Nachrangverbindlichkeiten (Genussschein- und Hybridkapital) in vollem Umfang bedienen.

Zielbandbreiten 2004 HVB Group:
Planung 2004 IST 2004
Gesamte operative Erträge in Mio. EUR 9.600 - 10.000 9.320
Verwaltungsaufwendungen in Mio. EUR 6.100 - 6.300 6.118
Kreditrisikovorsorge in Mio. EUR 1.900 - 2.100 1.813
Betriebsergebnis in Mio. EUR 1.400 - 1.700 1.389
Cost- income- ratio in % 63 - 65 65,6

Zum 31.12.2004 beliefen sich die Risikoaktiva gemäß BIZ auf 239 Mrd. EUR. Gegenüber Jahresende 2003 hat sich die Kernkapitalquote von 5,9% auf 6,6% per 31.12.2004 verbessert. Unter Einbeziehung von ab Jahresbeginn 2005 zu berücksichtigenden Konsolidierungseffekten beläuft sich die Kernkapitalquote auf 6,2%. Die Eigenmittelquote hat sich von 9,7% auf 10,4% per Ende 2004 erhöht. Mit dem Effizienzsteigerungsprogramm PRO (Prozess-Redesign und Optimierung) plant die HVB Group, Kostensenkungen von mindestens 280 Mio. EUR p.a. zu realisieren. Die volle Ergebniswirkung wird 2007 sichtbar sein. Im Rahmen von PRO werden voraussichtlich 2.200 - 2.400 Stellen im Konzern entfallen.

Die im neuen Segment "Real Estate Restructuring" zusammengefassten Sanierungsbestände im Immobiliengeschäft umfassen ein Volumen von 15,4 Mrd. Euro. Um einen zügigen, marktschonenden Abbau dieser Portfolien unter Berücksichtigung verschiedener Optionen durchzuführen, ist eine Änderung der Bewertungsmethode der Immobiliensicherheiten für diese Portfolien erforderlich. Abweichend vom bisherigen Vorgehen, das in vielen Fällen auf eine - auch längerfristige - Sanierung der einzelnen Engagements mit anschließender Rückführung ins Normalgeschäft ausgerichtet war, erfolgt nunmehr eine Bewertung zu Liquidationswerten. Deshalb wurde eine Sonderwertberichtigung in Höhe von 2,5 Mrd. EUR gebildet. Die Abschirmungsquote für dieses Portfolio beträgt (einschließlich der im Portfolio enthaltenen Engagements der Risikoklasse 7 und besser) damit 41%.

Bezogen auf die im Portfolio enthaltenen Engagements der Risikoklassen 8-10 ergibt sich eine Abschirmungsquote von 46%.

Insgesamt strebt die HVB Group 2005 eine Eigenkapitalrentabilität nach Steuern in Höhe ihrer Kapitalkosten an. Gleichzeitig wird sie sich auf der Grundlage eines Maßnahmenpakets, das die Reduzierung von Risikoaktiva im Bereich der Immobilienfinanzierung im Geschäftsfeld Deutschland, den Abbau von Portfolien des Segments Real Estate Restructuring, Verbriefungs-Maßnahmen und Gewinnthesaurierungen umfasst, mit Nachdruck auf die zügige und spürbare Erhöhung ihrer Kernkapitalquote konzentrieren. Die Kernkapitalquote soll bis zum Jahresende 2005 deutlich in Richtung 7% verbessert werden.

Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG
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