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Analysen - Ausland
16.11.2000
Credit Suisse Group akkumulieren
Hornblower Fischer

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Im Zeichen volatiler Aktienmärkte hat der zweitgrößte schweizerische Finanzkonzern Credit Suisse Group (CSGN) (WKN 876800) im dritten Quartal den Reingewinn um 66% auf 1,6 Mrd. CHF gesteigert, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.

Auf Sicht von neun Monaten habe die Gruppe einen Anstieg von 44% auf 5,2 Mrd. CHF verezeichnen können. Wegen der widrigen Bedingungen an den Finanzmärkten sei der Gewinn gegenüber dem Vorquartal jedoch um 3,6% zurück gegangen. Abgesehen vom Investmentarm CSFB, in dieser Sparte ging der Gewinn gegenüber dem Q1 und Q2 und Q3 1999 merklich zurück, hätten alle Geschäftsfelder in der vergangenen Periode spürbare Zuwachsraten verzeichnen können, wobei vor allem die Sparten Private Banking und Asset Management (AUM) ihren erfolgreichen Geschäftsverlauf fortgesetzten.

Positiv stimme die Analysten von Hornblower Fischer vor allem der Neumittelzufluss im Privat Banking (PB). Von den 4,3 Mrd. CHF in 2000 seien der CSG allein 4,0 Mrd. CHF im dritten zugeflossen. Man sei weiterhin zuversichtlich, dass die Schweizer Gruppe ihre selbst gesteckten Ziele, den Neumittelzufluss um jährlich 5% (PB) und 10% (AUM) zu steigern, erzielen wird. Ungeachtet dessen erwarten die Analysten von Hornblaower Fischer für den Aktienkurs in der nahen Zukunft eine weiterhin unterdurchschnittliche Entwicklung, zumal man die Zukunft von CSFB zusehends mit einer gewissen Skepsis betrachten würde.

Nicht nur, dass diese Sparte vom rückläufigen Investmentbanking-Geschäft in den USA in Mitleidenschaft gezogen werde, vielmehr dürften die Investoren verstärkt ihren Blick auf den Integrationsprozess mit DLJ richten. Hinzu komme, dass der Konzerngewinn in 2000 durch den Restrukturierungsaufwand von 850 Mio. USD deutlich belastet werde. Nicht unerwartet seien im Zuge der Integration von DLJ einige hochrangige DLJ-Banker von Board gegangen. Abzuwarten bleibe, ob der Aderlass gestoppt werden könne, oder ob im Zuge der Eingliederung mehrere Banker die Gruppe verlassen würden.

In Anbetracht der Unsicherheit in dieser Frage und der durch die Übernahme von D LJ riskanteren Ausrichtung auf das Geschäft mit High-Yield-Bonds stufendie Analysten von Hornblower Fischer die Aktie von kaufen auf akkumulieren zurück.



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