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Analysen - Nebenwerte
17.02.2005
BVB nur für hartgesottene Spekulanten
Der Aktionär

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Nach Ansicht der Experten des Anlegermagazins "Der Aktionär" ist die Aktie von Borussia Dortmund (BVB) (ISIN DE0005493092/ WKN 549309) lediglich etwas für hartgesottene Spekulanten.

Bei Borussia Dortmund fänden schnelle Wendungen, versteckte Tricks und peinliche Eigentore, nicht wie bei den meisten Fußballclubs im Stadion, sondern eher in der Chefetage statt. Gerd Niebaum sei am 9. Februar als Vorsitzender Geschäftsführer zurückgetreten. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung sei er lediglich seinem Rauswurf zuvorgekommen. Er habe sich selbst bereits Ende 2004 als Präsident aus dem Spiel genommen.

Enthüllungen, dennen zufolge der BVB beim Gang an die Börse verschwiegen habe, Rechte an seinem Vereinsnamen an Gerling verpfändet zu haben, hätten das Fass zum Überlaufen gebracht. Diese Vereinbarung sei im Rahmen des Verkaufs der Sportmarke "Goool" an Gerling geschlossen worden. Gerling könne nun wegen einer Klausel Mitte 2005 den Kauf rückgängig machen und den Kaufpreis in Höhe von 20 Mio. Euro vom BVB zurückverlangen. Nun werde die Frankfurter Wertpapierbörse prüfen, inwieweit wegen der Verheimlichung ein Regelverstoß vorliege.

Zurzeit sei bei der Aktie vom BVB alles möglich. Es werde momentan viel über die hohen Verluste und Schulden geschrieben. Man sollte allerdings nicht außer Acht lassen, dass der BVB mit einem Zuschauerschnitt von fast 80.000 pro Spiel ein unschätzbares Assett habe. Bleibe der Super-GAU Abstieg aus und greife der Sparkurs, dürfte eine rettende Finanzierung und ein Sturmlauf der Aktie nur eine Frage Zeit sein.

Nach Meinung der Experten von "Der Aktionär" ist die Borussia Dortmund-Aktie in jedem Fall nur etwas für hartgesottene Spekulanten.



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