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Analysen - Nebenwerte
13.11.2000
BVB spekulatives Investment
Platow Brief

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Die Aktie der Borussia Dortmund GmbH & KGaA (WKN 549309) eignet sich nach Ansicht der Börsenexperten vom Platow Brief lediglich für risikobewusste Vereinsanhänger.

Die erste deutsche Fußballaktie stehe momentan in der Gunst der Anleger nicht sehr hoch im Kurs. Aufgrund ausgiebiger Stützungskäufe besitze der Konsortialführer Deutsche Bank nun mehr als 10% vom Grundkapital der Borussen. Nach dem Aufbau eines eigenen Analystenteams für Fußballaktien sei diese Maßnahme mehr als verständlich. Immerhin wolle das Institut noch weitere Bundesligisten an die Börse führen.

In der Führungsetage der Dortmunder werde der Börsenfehlstart noch gelassen gesehen. Vorstand Michael Meier sehe hier sogar Parallelen zum Vorbild Manchester United. Auch bei den Engländern wären zu Beginn fast nur institutionelle Adressen investiert gewesen. „Die Spekulanten haben nach der Kursenttäuschung verkauft. Das kann der Aktie eigentlich nur gut tun“, so Meier.

Fakt sei aber, dass nun auf dem grünen Rasen nach 3 Niederlagen in Folge mit Siegen überzeugt werden müsse. Das für den Business-Plan so wichtige Ziel „Internationaler Wettbewerb“ sollte „zum Wohle der Aktie“ erreicht werden. Ein Hintertürchen gebe es hier aber noch durch einen möglichen Erfolg im DFB-Pokal.

Mit 22 Gegentreffern zähle der BVB in der Bundesliga zu den abwehrschwächsten Teams. Vor diesem Hintergrund wolle Meier auch den Kauf eines weiteren Abwehrspielers nicht ausschließen, verweise aber auf die derzeitige Verletztenliste der Westfalen.

Die Aussicht auf eine dezentrale Vermarktung der Fernsehrechte in Deutschland stelle wohl mit Abstand die größte Fantasie der Aktie dar. Bis dahin würden Niederlagen weiter doppelt schmerzen. So geschehen am vergangenen Samstag in München. So habe BVB-Aktionär Uli Hoeneß schon vor dem Spiel orakelt: „Wir schießen die Aktie in den Keller und kaufen dann billig nach!“

Bis die Umsätze aus den fußballnahen Geschäftsfeldern nicht in eine größere Dimension vorgestoßen seien, werde das Papier vorrangig von der Leistung der Sammer-Crew auf dem Rasen bestimmt. Deshalb sollte die Aktie auch auf dem jetzigen Niveau spekulativen Fans vorbehalten bleiben, so die Börsenexperten.



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