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Analysen - Ausland
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09.11.2000
BP Marketperformer
LB Baden-Württemberg
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Der britisch-amerikanische Ölmulti British Petroleum (BP) (WKN 850517) zähle nach den Übernahmen von Amoco, ARCO und Burmah Castrol zu den drei größten integrierten Ölkonzernen der Welt, so die Analysten der LBBW.
Die enorm gestiegenen Weltmarktpreise für Rohöl und Gas, Kostensenkungen und Integrationsfortschritten bei den Akquisitionen sowie verbesserte Raffinerie-Margen hätten dem Ölmulti in den ersten neun Monaten dieses Jahres ein neues Rekordergebnis beschert. Im Vorjahresvergleich habe sich das adjustierte Betriebsergebnis zu Wiederbeschaffungskosten um über 122 % auf 15,0 Mrd. USD erhöht. Das adjustierte Nettoergebnis zu Wiederbeschaffungskosten sei von 4,1 Mrd. USD auf über 9,3 Mrd. USD gestiegen und habe damit die Schätzungen der LBBW-Experten übertroffen.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2000 prognostizierten die Analysten der LBBW unter der Annahme eines bis ins zweite Quartal 2001 anhaltend hohen Ölpreises eine Verdoppelung des adjustierten operativen Ergebnisses auf über 20,5 Mrd. USD. Beim adjustierten Nettoergebnis gingen sie von einer Steigerung um 88 % auf 11,6 Mrd. USD aus. Unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Ölpreises von 25 USD je Barrel Brent sähen sie für das Geschäftsjahr 2001 eine Ergebnisabschwächung auf hohem Niveau. Das adjustierte operative Ergebnis dürfte sich um rund 10 % auf 18,5 Mrd. USD und das adjustierte Nettoergebnis um 13,5 % auf 10,1 Mrd. USD zurückentwickeln. Im operativen Bereich gingen die Analysten für das vom Ölpreis am stärksten abhängige Segment Exploration und Produktion bei einer Öl- und Gasproduktionsausweitung um 2 % von einem Rückgang um 13 % auf 13,1 Mrd. USD aus. Während die Experten für die im Aufbau befindliche Sparte Strom und Gas einen Zuwachs von rund 15 % prognostizieren, erwarteten sie für die umsatzstärkste Sparte Raffinerie und Marketing, trotz leicht rückläufiger Raffinerie-Margen und Belastungen durch das Tankstellengeschäft, einen konsolidierungsbedingten Anstieg um knapp 3 % auf 4,9 Mrd. USD. Für den Chemiebereich gingen sie bei sinkenden Crackerargen von einer Minderung um 0,2 Mrd. USD auf 1,0 Mrd. USD aus.
Aufgrund der Erwartung der LBBW-Analysten rückläufiger Rohölpreise und Gewinnmargen im Raffinerie- und Chemiegeschäft sowie den daraus resultierenden schwächeren, allerdings auf einem hohen Niveau verbleibenden Ertragsaussichten hielten sie BP im Branchenvergleich für angemessen bewertet. Unterstützt durch das seit April diesen Jahres angelaufene Aktienrückkaufprogramm behielten die Experten ihre Einstufung der Aktie als Marketperformer weiterhin bei.
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