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News - Ausland
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21.12.1998
STRABAG Österreich Neun-Monats-Zahlen
Ad hoc
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Der Vorstand der STRABAG Österreich Beteiligungs AG (WKN 728300) möchte mit diesem Aktionärsbericht über den Geschäftsverlauf der ersten drei Quartale des Jahres 1998, über den zu erwartenden Verlauf des 4. Quartals und über geplante organisatorische Maßnahmen unterrichten.
Umstrukturierung
In den letzten Wochen haben sich die zu setzenden Umstrukturierungsmaßnahmen im Sinne der neuen Konzernstruktur konkretisiert. Es ist vorgesehen, die entsprechenden Organbeschlüsse herbeizuführen und diese Maßnahmen in den nächsten Monaten umzusetzen. Nach einem mehrstufigen gesellschaftsrechtlichen Prozeß ist die Herauslösung der STRABAG Österreich Beteiligungs AG aus dem Konzernkreis der STRABAG AG, Köln, und die Eingliederung in einen neuformierten Konzernkreis Österreich des Bau Holding Konzerns vorgesehen. Im Zuge dieser Schritte ist beabsichtigt, den zur Zeit bestehenden Streubesitz von etwas über 11% abzufinden, so daß die STRABAG Österreich als 100%ige Tochter im Bau Holding-Konzernkreis Österreich einbezogen werden kann. Als Ergebnis dieser Umstrukturierungsmaßnahmen im gesamten Bau Holding-Konzern, unter der Holdinggesellschaft BIBAG (Bauindustrie Beteiligungs Aktiengesellschaft), ergeben sich klar abgegrenzte Konzernkreise.
Konjunkturelle Entwicklung der Bauwirtschaft Österreich
Die aktuelle Lage der Gesamtwirtschaft ist mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 3,3% sehr erfreulich. Getragen wird diese Entwicklung neben dem Export vor allem von einer verstärkten Investitionstätigkeit, von der auch die Bauwirtschaft profitierte. Insgesamt nahm die Bauproduktion zum Halbjahr 1998 nominell um 5,8% auf rund 57 Mrd.öS zu. Obwohl im Bereich des mehrgeschossigen Wohnungsbaus eine Abschwächung zu registrieren ist, wuchs die Gesamtsparte Hochbau deutlich um 3,8%. Der Tiefbau erholte sich von der Einschränkung der öffentlichen Ausgaben und zeigt mit einem nominellen Plus von 8,4% deutlich positive Impulse. Für das zweite Halbjahr 1998 prognostizieren die Wirtschaftsforscher eine weiterhin günstige Konjunkturlage. Die Auswirkungen der österreichweiten Skandalisierung der Bauwirtschaft bleiben jedoch abzuwarten. Ungarn Die Bauwirtschaft entwickelt sich weiterhin gut. Alle Indikatoren weisen daraufhin, daß dieser Trend anhalten wird. Der sehr leistungsstarke gewerbliche und industrielle Hochbau sowie auch der Wohnungsneubau bringen deutliche Impulse. Auch im Straßenbau ist ein positiver Trend festzustellen. Darüber hinaus bemüht sich die ungarische Regierung verstärkt Finanzierungen für die anstehenden anstehenden Autobahnprojekte zustande zu bringen. Tschechien Vor allem aufgrund der Rückgänge der öffentlichen und der privaten Investitionen, zeigt sich die Baukonjunktur weiterhin geschwächt. Positive Aussichten ergeben sich aus den beabsichtigten Investitionen europäischer Institutionen im Infrastrukturbereich.
Geschäftsverlauf der STRABAG ÖSTERREICH BETEILIGUNGS AG
Entwicklung der Gesamtleistung
Die gute Entwicklung der STRABAG Österreich setzte sich, wenn auch etwas abgeschwächt, im 3. Quartal 1998 fort. Eine gute Entwicklung in Ungarn und Tschechien, aber auch ansprechende Zuwachsraten im Inland, führten zu einer um 10% gestiegenen Bauleistung per 30.9.1998 in Höhe von 10,8 Mrd.öS (1997 9,8 Mrd.öS). Eine Spartenbetrachtung zeigt, daß am österreichischen Markt besonders der Hochbau zu dieser Leistungsentwicklung beitrug, während im Ausland der Tiefbau stark wuchs.
Bauleistung Gruppe in Mrd.öS per 30.9. 1997 1998 Veränderung
Inland 6,37 6,69 +5,0% Ungarn 1,25 1,75 +40,0% ' Tschechien 0,67 0,79 +17,9% Sonstiges Ausland 1,52 1,56 +2,6% Summe 9,81 10,79 +10,0%
STRABAG ÖSTERREICH KONZERN
Hochbau Inland 2,89 3,26 +12,8% Tiefbau Inland 3,48 3,43 -1,4% Summe Inland 6,37 6,69 +5,0% Hochbau Ausland 0,84 0,92 +9,5% Tiefbau Ausland 2,60 3,18 +22,3% Summe Ausland 3,44 4,10 +19,2% Summe 9,81 10,79 +10,0%
Auftragsentwicklung
Der Auftragseingang erhöhte sich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von 10,2 Mrd.öS auf 10,3 Mrd.öS. Trotz dieses leichten Anstieges führte die stark erhöhte Leistung zu einem Rückgang des Gesamtauftragstandes von 7,6 Mrd.öS auf 6,5 Mrd.öS. Der Rückgang begründet sich im wesentlichen in der Abarbeitung der laufenden Großprojekte im Ausland.
Auftragsstand in Mrd.öS per 30.9. 1997 1998 Veränderung
Inland 3,88 4,34 +11,9% Ausland 3,70 2,18 -41,1% Insgesamt 7,58 6,52 -14,0% Auftragseingang 10,20 10,26 +0,6%
Investitionen
Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit erfolgten wiederum umfangreiche Investitionen vor allem im Bereich der Sachanlagen, wobei größte Priorität auf die Modernisierung gelegt wurde. Insgesamt wurden per 30.9.1998 180,5 Mio.öS (1997 187,7 Mio.öS) investiert. Die aliquote Darstellung des STUAG Konzerns zeigt ein Gesamtinvestitionsvolumen zum Stichtag von 71,2 Mio.öS gegenüber 50,5 Mio.öS im Vorjahr.
Investitionen
KONZERN in Mio.öS per 30.9. 1997 1998
STRABAG Konzern 187,7 180,5 STUAG Konzern ( 50%) 50,5 71,2 Summe 238,2 251,7
Mitarbeiter
Der Stand der Mitarbeiter reduzierte sich zum Stichtag gegenüber dem Vorjahr von 11.454 auf 11.086. Während in Österreich der Personalstand leicht zunahm, reduzierte sich dieser vor allem im Bereich STRABAG CR aufgrund der durchgeführten Reorganisationsmaßnahmen.
Personalentwicklung per 30.9. 1997 1998 Veränderung
STRABAG Österr. 3.818 3.919 +2,6% STRABAG Hungaria 2.479 2.447 -1,3% STRABAG CR 2.232 1.964 -12,0% STUAG 50% 2.925 2.756 -5,8% Gesamt 11.454 11.086 -3,2%
Ergebnis
Die Ergebnissituation vor Steuern entwickelt sich unter Anwendung der ,Percentage of Completion Method, weiterhin erfreulich. Insgesamt wurde ein Konzernergebnis vor Steuern von 165,3 Mio.öS erwirtschaftet.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Mio.öS 1996 1997 1998
per 30.9. 98,6 161,3 165,3 per 31.12 152,7 272,9
Ausblick
Es ist davon auszugehen, daß sich die Bauwirtschaft am österreichischen Markt weiterhin positiv entwickeln wird. Insgesamt dürfte jedoch das Wachstum, sicherlich aufgrund der Skandalisierungswelle der jüngeren Vergangenheit, etwas abnehmen. Die Situation der Bauwirtschaft hat sich stabilisiert und es ist von einer leichten Erholung auszugehen. Die STRABAG Österreich Gruppe erwartet für das laufende Baujahr eine gegenüber dem Vorjahr um 5% erhöhte Bauleistung in Höhe von 15 Mrd.öS. Diese Situation ist vor allem auf die gute Entwicklung in Ungarn zurückzuführen. Die in Angriff genommenen organisatorischen Maßnahmen im Rahmen der neuen Konzernstruktur, insbesondere im Verwaltungsbereich, zeigen bereits die geplanten positiven Effekte. In Summe erwartet der Vorstand ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zumindest in Höhe des Ergebnisses zum Bilanzstichtag des Vorjahres (272,9 Mio.öS). Die STRABAG Österreich beweist somit unter geänderten Rahmenbedingungen ihre wirtschaftliche Schlagkraft.
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