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Analysen - Neuer Markt
07.11.2000
Maxdata leidet unter starkem Dollar
Wirtschaftswoche heute

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten gehen auf die Probleme der Maxdata AG (WKN 658130) hinsichtlich des Dollar-Euro-Wechselkurses ein.

Kaum ein Unternehmen des Neuen Marktes habe so intensiv für sich im Fernsehen geworben wie Maxdata. Geholfen habe dies der Aktie des Monitor- und PC-Herstellers bisher nicht. Inzwischen drohe der Kurs, der im vergangenen Februar noch bei knapp 35 Euro gelegen habe, unter die Marke von zehn Euro zu rutschen.

Aus fundamentaler Sicht sei diese Entwicklung nicht verwunderlich. Denn die anhaltende Euro-Schwäche wirke sich geradezu katastrophal auf die Geschäfte von Maxdata aus. Für dieses Jahr werde bei einem Umsatz von rund 1,7 Milliarden Mark nur noch mit einem Ergebnis von 13 Millionen Mark gerechnet. 1999 habe es die Gesellschaft auf 103 Millionen gebracht. Der im März anvisierte Gewinn in Vorjahreshöhe erweise sich als geplatzter Traum.

Maxdata kaufe seine Produkte auf Dollar-Basis, während der Vertrieb über die europäische Gemeinschaftswährung abgewickelt werde. Das habe im dritten Quartal zu einem dramatischen Ertragseinbruch von 26 Millionen auf lediglich noch eine Million Mark geführt. Dabei seien die Umsätze sogar um 12,2 Prozent auf 431 Millionen Mark ausgeweitet worden.

Dass sich Maxdata damit besser geschlagen habe als die Branche, sei für die Anteilseigner ein schwacher Trost. Nur wenn der Euro gegenüber dem Dollar Boden gutmache, brächen für das Unternehmen wieder bessere Zeiten an.



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