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Analysen - Nebenwerte
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07.02.2005
Höft & Wessel kaufenswert
TradeCentre.de
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Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von Höft & Wessel (ISIN DE0006011000/ WKN 601100) kaufenswert.
René Glasmacher, Finanzvorstand der Höft & Wessel AG, zeige sich für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2005 optimistisch. "Ich habe den Eindruck, dass die Talsohle der Investitionszurückhaltung durchschritten ist“. Dem allgemeinen Gejammer wolle sich der CFO nicht anschließen. "Unsere Produkte dienen der Rationalisierung. Das erkennen unsere Kunden immer mehr und sind bereit zu investieren“, sage Glasmacher. In 2005 wolle das Unternehmen wachsen und die Marge weiter verbessern. Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose habe der Finanzchef noch nicht bekannt geben wollen. Nach Einschätzung der Wertpapierexperten sei mit einem einstelligen Wachstum auf über 90 Millionen Euro Umsatz zu rechnen. Die EBT-Marge dürfte sich in Richtung fünf Prozent bewegen. "Mittelfristig wollen wir in die Region einer EBT-Marge zwischen fünf und zehn Prozent gelangen“.
Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen eine Umsatzrendite vor Steuern von zwei Prozent in Aussicht gestellt. Der Umsatz sollte sich zwischen 80 und 85 Millionen Euro bewegen. "Diese Prognose hat nach wie vor Gültigkeit und ist sehr realistisch“, sage der CFO. In den ersten drei Perioden hätten die Hannoveraner einen Umsatz von knapp 53 Millionen Euro erzielt. Der Gewinn vor Steuern habe im selben Zeitraum 0,3 Millionen Euro betragen. Per 30. September habe der Ordereingang rund 70 Millionen Euro betragen. Zum Stichtag seien die Auftragsbücher mit 50,7 Millionen Euro auf einem recht hohen Niveau gewesen.
Nach eigenen Angaben sei das Schlussquartal stets die stärkste Periode, so dass der Konzern die Jahresziele mindestens erfüllt haben dürfte. Beim Auftragseingang halte der positive Trend unverändert an, berichte Glasmacher. Die vor rund zwei Jahren gestartete neue Produktoffensive von Höft & Wessel trage offensichtlich Früchte. Mit der Deutschen Bahn AG sei vor kurzem ein Rahmenvertrag über die Lieferung neuer regionaler Ticketautomaten geschlossen worden. Erste Automaten seien bestellt worden und sollten in der ersten Jahreshälfte aufgestellt werden. Auch die schweizerische Bundesbahn habe sich für den Einsatz von mobilen Fahrscheindruckern entschieden, sage Glasmacher.
Höft & Wessel habe in 2003 Maut-Automaten für Toll Collect aufgestellt. Vom Maut-Desaster sei das Unternehmen weitgehend verschont geblieben. Jetzt könnte die Firma von der Einführung der Maut massiv profitieren. Und zwar einerseits auf Grund des Wartungs- und Ersatzteilgeschäfts. Andererseits vom Vorhaben von Toll Collect auch im Ausland Mautsysteme zu installieren. "Wir sehen Chancen, dass das System auch im Ausland zum Zuge kommt. Aber für das Jahr 2005 wird es keine Auswirkungen mehr auf unsere GuV geben“, erkläre Glasmacher. Die Aktie notiere aktuell bei 3,75 Euro. Das entspreche einem Börsenwert von 32 Millionen Euro. Allein der Buchwert von Höft & Wessel liege bei rund 30 Millionen Euro. Der Ertragshebel sei zukünftig enorm hoch, so dass sich das derzeitige KGV von 14 schnell auf ein einstelliges Verhältnis verringern dürfte.
Die Experten von "TradeCentre.de" halten den Höft & Wessel-Titel für kaufenswert.
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