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Analysen - Ausland
03.11.2000
CLARIANT kaufen
BHF-BANK

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Die Analysten der BHF-Bank empfehlen die Aktie de Chemiekonzerns Clariant (WKN 895929) zu kaufen.

Der Umsatzzuwachs von 17 Prozent auf 7.940 Mio. SFr in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen und würden die bereits im ersten Halbjahr 2000 beobachtete Geschäftsbelebung widerspiegeln. Nach Einschätzung der Experten wird sich der positive Trend im laufenden Jahr auch weiter anhalten. Der Konzerngewinn sei im ersten Halbjahr um 1 Prozent auf 218 Mio. SFr gestiegen, wobei Abschreibungen aus der Übernahme von BTP belastet hätten. Der operative Gewinn der Divisionen habe sich dagegen um 24 Prozent auf 662 Mio. SFr verbessert. Auch die um insgesamt 5 Prozent gestiegenen Rohstoffpreise, die man noch nicht vollständig an die Kundschaft weitergegeben hätte, dürften sich bemerkbar machen.

Die Akquisition des britischen Feinchemikalien-Herstellers BTP für 2,8 Mrd. SFr in bar ergänze in idealer Weise das Produktportfolio der Schweizer. Ohne den Akquisitionseffekt von BTP hätte das Umsatzwachstum in den ersten Neun Monaten lediglich bei 9 Prozent gelegen. Die Übernahme decke sich mit der bislang vom Unternehmen vertretenen Wachstumsstrategie und führe zu einer Verdoppelung der Umsätze im Bereich der Life-Science-Zwischenprodukte. Durch diesen Kauf gehöre man zum Global Player auf dem Markt für pharmazeutische und agrochemische Zwischenprodukte.

Die Produkt-Pipeline verspreche in den kommenden drei Jahren deutliche Wachstumsraten. Die Transaktion würde das Wachstum und die Qualität der Gruppenerträge deutlich verbessern, allerdings gehe dies auf Kosten einer Gewinnverwässerung im laufenden und nächsten Jahr in Höhe von ungefähr 10 Prozent. Bis zum Jahr 2003 solle der Umsatz durchschnittlich um 2 Prozent schneller wachsen als der Gesamtmarkt. Zudem strebe man eine EBIT-Marge von 15 Prozent, eine EBITDA-Marge von 20 Prozent und eine Rendite auf das Nettovermögen von 20 Prozent an.

Der jüngste Kursrückgang sei auf die Gewinnverwässerung durch die BTP-Übernahme und der insgesamt schlechten Performance des gesamten Chemiesektors zurückzuführen.

Dem Anleger könne ein Engagement bezüglich des Chemie-Titels nahegelegt werden.



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