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Analysen - Ausland
23.10.2000
Skandia Outperformer
WestLB Panmure

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Die Analysten der WestLB Panmure stufen die Aktien der schwedischen Skandia (WKN 869559) auf „Outperformer“ ein.

Das Unternehmen sei ein global agierender Finanzdienstleister mit Aktivitäten in 24 Ländern. Skandia erziele rund 92 % seiner Verkäufe in den USA, Großbritannien und Schweden, wobei die USA mit 61 % der Gesamtverkäufe der mit Abstand wichtigste Markt von Skandia sei. Hier sei das Unternehmen auch Marktführer beim Verkauf von Variable Annuities. Die Kernkompetenz des Unternehmens bestehe in der Zusammenstellung von Finanzlösungen, die über unabhängige Finanzberater vertrieben würden.

Als Growth Investor seien die Verkäufe von Skandia stark abhängig von der Verfassung der Kapitalmärkte. So betrage zum Beispiel die Korrelation von Variable Annuity Verkäufen in den USA mit der Entwicklung der Nasdaq 97 %. Dies sei der Hauptgrund für den Rückgang der Verkäufe im zweiten Quartal diesen Jahres im Vergleich zu den Monaten Januar bis März. Trotzdem würden die weltweiten Verkäufe immer noch rund 79 % über dem ersten Halbjahr 1999 liegen. Mit einem positiveren Sentiment für Technologieaktien würden auch die Verkäufe von Skandia wieder anziehen.

Das Gerücht, dass Pohjola und seine Hauptaktionäre Suomi und Ilmarinen ihren 10,5-prozentigen Anteil an Skandia bald veräußern wollten, habe zu einer Verunsicherung an den Finanzmärkten beigetragen. Es sei zu erwarten, dass der Verkauf im Herbst diesen Jahres stattfinden werde. Die Analysten sehen es positiv, dass dies unter Einbeziehung des Skandia Managements geschehen solle. Es werde ein großer Teil der Papiere außerhalb der Börse bei Investoren platziert werden, so dass die Landesbanker aus dieser Transaktion keine nachhaltige Beeinträchtigung des Kurses von Skandia erwarten würden.

Das Unternehmen sei stark von der Entwicklung in den USA abhängig, wo rund 61 % der Verkäufe erzielt würden. Mit einem Anteil von knapp 26 % an den Erlösen folge Großbritannien auf dem zweiten Platz. Durch einen starken Anstieg der Verkäufe in Ländern mit geringeren Margen, wie zum Beispiel Großbritannien (plus 116 %), sei die Gewinnmarge im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal von 16 auf 14,3 % zurückgegangen. Sie liege aber aufgrund von Skaleneffekten noch zwei Prozentpunkte über dem Gesamtjahr 1999. Trotz der Verringerung der Marge sehe man es positiv, dass die ausschließliche Abhängigkeit von den USA reduziert werde, wo die Verkäufe im ersten Halbjahr 2000 nur um 73 % gestiegen seien.

Für das laufende Jahr erwarte man einen Gewinn je Aktie von 2,14 SEK. Für 2001 und 2002 erwarten die Wertpapierexperten der WestLB einen Gewinn je Aktie von 3,98 bzw. 4,54 SEK.



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