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Analysen - Ausland
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02.11.2000
Renault kaufen
Deutsche Bank
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Vor dem Hintergrund der guten Ergebnisse von Nissan haben die Analysten der Deutschen Bank den Nettogewinn von Renault (WKN 893113) um 200 Mio. € oder 0,80 €/Aktie angehoben.
Dies führe zu einer verbesserten Prognose des Gewinns/Aktie auf 3,9 € für das Geschäftsjahr 2000 und auf 6,6 € für 2001. Bis zum Jahr 2002 rechne man damit, daß Nissan bis zu 40 % zum Nettogewinn der Renault Gruppe beitragen werde.
Im Vergleich zum gesamten Wert des Unternehmens sei die 37 %-ige Beteiligung an Nissan, gemessen am Gewinnpotential, für 83 % des Wertes verantwortlich, wodurch für das Kerngeschäft nur eine sehr geringe Bewertung übrig bleibe (weniger als 10 % der Umsätze ).
Als Schlußfolgerung könne gesagt werden, daß Nissan vorläufig die Hauptantriebsfeder der Kursentwicklung von Renault bleibe. Mittelfristig gesehen, sei aber doch damit zu rechnen, daß die beiden Unternehmen ihre Plattformen mehr und mehr zusammenlegen, die Kapazitätsauslastung durch die gemeinsame Nutzung von Produktionsanlagen verbessern und gemeinsame Modelle herausbringen, um dadurch die Investitionskosten zu senken. Dann werde Renault von 1) einer verbesserten Kapitalrentabilität, 2) zusätzlichem Wachstum durch neue Modelle und den Vertriebszugang zu weiteren Staaten und 3) Kosteneinsparungen in verschiedenen Bereichen wie dem Einkauf und der Forschung und Entwicklung profitieren.
Mittelfristig sei daher damit zu rechnen, daß sich auch die Bewertung der Aktien von Renault von jener eines regionalen zu der eines weltweiten Autokonzerns wandeln werde. Die Analysten der Deutschen Bank behalten daher ihre Kaufempfehlung und ihr Kurslimit von 75 € bei (derzeitiger Kurs: 59 €).
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