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Analysen - Ausland
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13.10.2000
Repsol halten
Nord LB
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Die Analysten der NordLB stufen die Aktien der Repsol (WKN 876845) weiterhin auf „Halten“ ein.
Das Unternehmen sei erst 1987 durch die Verschmelzung mehrerer spanischer Energie- und Chemieunternehmen aus dem Besitz des spanischen Staates ins Leben gerufen worden. Im Mai 1989 sei das Unternehmen durch den internationalen Verkauf von 69 Mio. Aktien seitens des spanischen Staates privatisiert worden.
Die Ertragslage im Geschäftsjahr im Geschäftsjahr 1999 sei geprägt gewesen von den steigenden Rohölpreisen sowie von der Übernahme der argentinischen Ypf. Trotz der Abschreibung aller Kosten, die bei der Übernahme angefallen seien – mehr als 128 Mio. Euro – könne das Nettoergebnis deutlich gesteigert werden. Insbesondere im Upstream-Sektor, zuvor ein Schwachpunkt der alten Repsol, könne deutlich an Boden gutmachen. Gemessen an den nachgewiesenen Ölreserven gehöre Repsol nach der Übernahme von Ypf zu den Top 10 der Branche.
Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres dürfe sich der Gewinn im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres nahezu verdreifacht haben. Dies sei neben den hohen Rohölpreisen auch auf die Übernahme von Ypf zurückzuführen. Bis zum Jahr 2005 beabsichtige das Unternehmen das Ergebnis des Geschäftsjahres 1999 auf annähernd drei Milliarden Euro zu verdreifachen.
Die Kursentwicklung der Öl-Branche verlaufe im bisherigen Jahresverlauf besser als die des Referenzindex DJ Euro Stoss 50. Man rechne nicht damit, dass sich der Rohölpreis auf einem Niveau von mehr als 30 USD je Fass WTI längerfristig behaupten könne.
Für das laufende Jahr erwarten die Landesbanker einen Gewinn je Aktie von 1,81 Euro und für 2001 ebenfalls von 1,81 Euro je Aktie.
Aufgrund der guten Konjunkturentwicklung im europäischen Wirtschaftsraum mit entsprechend positiven Impulsen für die Gewinnentwicklung der Ölunternehmen erachten die Wertpapierexperten der NordLB die Aktie von Repsol weiterhin für haltenswert an.
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