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Analysen - Ausland
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13.10.2000
ENI halten
Nord LB
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Die Analysten der NordLB stufen die Aktien der italienischen ENI Ente Nazionale Idrocarburi S.p.A. (WKN 897791) weiterhin auf „Halten“ ein.
Die ENI sei ein vollständig integrierter Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten in den fünf Geschäftsbereichen Exploration und Produktion, Erdgas, Raffienerie und Marketing, Petrochemie und Betreuung von Bohrvorhaben. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 54 Mrd. Euro und einem Umsatz von 42,8 Mrd. Euro gehöre die ENI zu den bedeutendsten Ölunternehmen der Welt. Die Gesellschaft unterhalte Geschäftsaktivitäten in 75 Ländern und beschäftige rund 79.000 Mitarbeiter. Die Aktien des Unternehmens würden ein bedeutendes Element im italienischen MIB-30 und dem DJ EURO STOXX darstellen. Knapp 37 % der Anteilsscheine würden sich im Besitz des italienischen Staates befinden.
ENI’s durchschnittliche Produktions- und Explorationskosten je Barrel Rohöl würden sich im Kalenderjahr 1999 auf rund 5 USD belaufen. Die Gesellschaft liege damit knapp unter dem Durchschnittswert für die weltweit größten Ölunternehmen (5,80 USD/Barrel) liegen. Die entdeckten, aber noch nicht geförderten Reservevorkommen würden mit 13 Jahren für ENI etwas länger als dies im Branchendurchschnitt der Fall sei (knapp 12 Jahre) liegen. Was den Kostenaufwand für die Erschließung neuer Ölreserven anbelange, gehöre das Unternehmen mit einem Durchschnitt von etwa 3,50 USD je Barrel sogar zu den Branchenführern.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999 habe ENI einen Rekordgewinn von 2,86 Mrd. Euro verbuchen können und lasse seine Aktionäre in Form einer um 17 % auf 0,18 Euro erhöhten Dividende daran teilhaben. Hauptursache für den erfolgreichen Geschäftsverlauf im Vorjahr sei der deutlich höhere Rohölpreis gewesen. Daneben würden aber auch der eingeleitete Kostenabbau sowie die Steigerung des abgesetzten Gasvolumens um acht Prozent eine Rolle spielen. Die Rendite des investierten Kapitals verbessere sich von 10,7 auf 12,5%.
Die Branche profitiere im letztjährigen Jahresverlauf und im ersten Halbjahr 2000 von der Trendwende der Rohölnotierungen. Die Erhöhung der Fördermenge durch die OPEC um etwa drei Millionen Fass sowie eventuell weiteres Öl aus der strategischen Reserve der USA dürfe sich mittelfristig preisdämpfend auswirken.
ENI solle hingegen von der positiven Konjunkturentwicklung in Europa profitieren. Die Landesbanker erachten die Aktie unter mittelfristigen Gesichtspunkten weiterhin als haltenswert an.
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