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Analysen - Ausland
13.10.2000
Aegon halten
Nord LB

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Die Analysten der NordLB stufen die Aktien der niederländischen Aegon (WKN 858185) mit „Halten“ ein.

Aegon sei 1983 aus der Fusion der niederländischen Versicherungskonzerne Ennia und AGO entstanden. Die Gesellschaft konzentriere sich weitgehend auf das Lebensversicherungsgeschäft und könne in den letzten Jahren auch dank einer Reihe von Akquisitionen ein überdurchschnittliches Wachstumstempo vorlegen. Zu den wichtigsten Übernahmen würden Scottish Equitable für 640 Mio. Euro in 1993, der US Versicherer Providian für 3,2 Mrd. Euro in 1997 und der amerikanische Lebensversicherungskonzern Transamerica für 8,6 Mrd. Euro in 1999 zählen.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2000 würden weitgehend den Erwartungen der Analysten entsprechen. Insgesamt nehme der Reingewinn um 48 % auf 1,008 Mrd. Euro zu. Pro Aktie enspreche dies einem Zuwachs von 29 % auf 0,76 Euro. Für das Gesamtjahr habe der Vorstand seine Ergebnisprognose angehoben und erwarte jetzt eine Steigerung des Reingewinns um 25 bis 30 % von zuvor 18 bis 23 %. Hierfür dürften hauptsächlich die Erstkonsolidierung der vorläufig weiter zum Konzern gehörenden Nichtversicherungsaktivitäten von Transamerica sowie unerwartet feste Tendenz des US-Dollars bzw. des britischen Pfundes verantwortlich gewesen sein.

Die Wachstumsaussichten des Unternehmens erscheine angesichts der zunehmenden Notwendigkeit zur privaten Altersvorsorge vielversprechend. Bei Transamerica erwarte die Verwaltung jetzt bis 2002 jährliche Kosteneinsparungen von 200 Mio. USD statt zuvor 150 Mio. Usd. Neben einer autonomen Zunahme des Gewinns um jährlich mindestens zehn Prozent sollen noch akquisitionsbedingte Ertragsverbesserungen hinzukommen. Dabei habe die Übernahme einer Lebensversicherung/Vermögensverwaltung in Großbritannien weiterhin Priorität. Angesichts der mittlerweile erreichten Größe von Aegon und der durch den anhaltenden Konsolidierungsprozess abnehmenden Zahl an geeigneten Kandidaten, werde eine Fortsetzung des externen Wachstums allerdings immer schwieriger.

Trotz der günstigen Branchenperspektiven könne sich das Ertragswachstum wegen schwieriger werdender Bedingungen für Akquisitionen und einer möglichen mittelfristigen Abschwächung des US-Dollars, der nicht mehr an der Terminbörse abgesichert werde, deutlich verlangsamen. Nach Meinung der Landesbanker sei die Aktie deshalb auf dem gegenwärtigen Kursniveau angemessen bewertet.



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