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Analysen - Neuer Markt
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29.09.2000
Emprise Neutral
WestLB Panmure
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der WestLB Panmure stufen die Aktien der Emprise AG (WKN 571050) auf „Neutral“ ein.
Das Unternehmen sei ein in den Bereichen IT-Consulting und Systemintegration tätiges Unternehmen, das in zwei der zukunftsträchtigsten Technologiebereiche operiere: Bandbreite auf der „letzen Meile“ und E-Commerce. Über seine 51-prozentige Beteiligung an mediascape (am Neuen Markt notiert) biete Emprise seinen Geschäftskunden Lösungen im Bereich der drahtlosen Festnetzhochgeschwindigkeitstechnologie an. Nach dem plötzlichen Abgang seines CEO im Mai habe Emprise an einer Neupositionierung gearbeitet mit dem Ziel, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
Von den drei Sparten solle der Bereich IT-Services im Hinblick auf den Konzernumsatz eine dominierende Rolle spielen. Dagegen seien die Geschäftsfelder Consulting und System Integration zwar ein konstantes aber weniger spektakuläres Wachstum an den Tag (15 bis 25 % pro Jahr). Der Bereicht IT-Services dürfe durch das erwartete Wachstum von mediascape (voll konsolidiert) geprägt sein. Die Emprise-Aktie werde auf Nachrichten bezüglich der Einführung des mediascape-Netzes und des Zulaufs neuer Kunden reagieren.
Die Landesbanker hätten den Wert der mediascape-Beteiligung, das Cash-Vermögen von mediascape und den buchwert der zahlreichen Beteiligungen, die Emprise in E-Services-Unternehmen eingegangen sei, aus dem Unternehmenswert von Emprise herausgenommen. Auf die Kernerträge aus Beratung und Dienstleistungen führe dies zu einem EV/Umsatzverhältnis von 3,3.
Es gebe außerdem ein großes Portfolio an Minderheitsbeteiligungen in verschiedenen E-Services-Unternehmen, hauptsächlich in den USA. Zu diesem gehörten Visual Commerce Inc. (Internetshop-Sites), IBNet (Internet-Marktplatz), CrediView Inc. (Online-Kreditüberprüfungen), YellowOnline.com (Gelbe Seiten für das Internet) und Upgrade International (Kartenspeichertechnologie). Bisher habe sich noch nicht eindeutig herausgestellt, welche Strategie die neue Führung hinsichtlich dieser Beteiligungen verfolge.
Für das laufende Jahr erwarten die Landesbanker einen Verlust je Aktie von 0,90 Euro. Ebenso sehe man im Jahr 2001 einen Verlust je Aktie von noch 0,30 Euro. 2002 bzw. 2003 solle das der Break-Even mit einem Gewinn je Aktie von 0,30 bzw. 1,40 Euro geschafft sein.
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