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Analysen - DAX 100
31.10.2000
ProSiebenSat1 halten
AC Research

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Die Analysten von AC Research stufen die Verzugsaktie der ProSieben Media AG (WKN 777117) weiterhin als Halteposition ein.

Die Analysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr sowohl mit hohen außerordentlichen Belastungen durch die Verschmelzung mit SAT1 als auch mit überproportionalen Investitionen in neue Geschäftsfelder, denen noch keine entsprechenden Erlöse gegenüberstehen. Daneben belaste der Ausstieg der FAZ-Gruppe beim Aufbau des Nachrichtensenders N24. Dieser letztgenannte Punkt führe auch zu einer Korrektur des Halbjahresergebnisses um mehr als 12 Mio. Euro. Neben den finanziellen Auswirkungen sei der Image- und Know-how-Verlust nicht zu verachten. Daneben schiebe dieser Ausstieg den Break-even-Zeitpunkt weiter in die Zukunft.

Das Neunmonatsergebnis habe keine Überraschungen erbracht. Die Umsatzsteigerung von 8% auf knapp 1,5 Mrd. Euro stamme im Wesentlichen aus dem größten Geschäftsfeld Fernsehen und hier vom Fusionspartner Sat1, der um 9% zulegen konnte. Mit der Umsatzsteigerung ging auch erfreulicherweise ein starker Verlustrückgang von -38 auf -7,8 Mio. Euro einher. Die alte ProSieben-Gruppe für sich allein betrachtet, hätte aufgrund der Investitionen in neue Geschäftsfelder eine absolute Ergebnisstagnation bei einem Rückgang der operativen Marge zu verzeichnen gehabt.

Für das gesamte Jahr rechne das Unternehmen mit einem Fusions- und Integrationsaufwand in Höhe von 30 Mio. Euro, welcher zu knapp 75% im dritten Quartal verbucht wurde. Saisonal werde sich im vierten Quartal das Geschäft wieder deutlich beleben. Allerdings belasten Anlaufverluste aus den neuen Geschäftsfeldern weiterhin das Ergebnis signifikant.

Für das Gesamtjahr gehen die Analysten von 2,1 Mrd. Euro Umsatz und einem Jahresüberschuss von 65 Mio. Euro aus. Dies entspreche 0,65 Euro Ergebnis je Aktie. Für die kommenden beiden Jahre gehe man von 0,77 bzw. 1 Euro aus.

Auf Basis des aktuellen Aktienkurses ergebe sich zur Zeit ein KGV von mehr als 36. Damit sei die Aktie nicht mehr ganz billig und überdurchschnittliche Perspektiven seien nicht erkennbar.



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