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Analysen - Ausland
30.10.2000
Schneider Electric Kaufen
BHF-BANK

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Auf dem derzeitigen Niveau für kaufenswert halten die Analysten der BHF Bank die Aktien von Schneider Electric (WKN 860180).

Die Gruppe habe eine mehrjährige Umstrukturierung auf die Kernbereiche Equipment zur Stromverteilung und industrielle Prozeßsteuerung & Automatisierung erfolgreich abgeschlossen. Den letzten Schritt auf dem Weg zu einer klaren organisatorischen Linie habe man mit dem Verkauf der letzten Immobilienbestände Anfang 1999 vorgenommen. 1999 habe Schneider einen Umsatz von EUR 8,4 Mrd. erzielt, was einer Steigerung um 11,3% im Vergleich zum Vorjahr darstelle. Gleichzeitig sei der Jahresüberschuß um 17% auf EUR 481 Mio. gestiegen.

In den Eckdaten zum 1. Halbjahr 2000 habe Schneider ein organisches Umsatzwachstum von 6,9% ausgewiesen und die Rate somit zum dritten Mal in Folge steigern können. Die Profitabilitätssteigerung im ersten Halbjahr 2000 sei sehr beeindruckend gewesen. Die operative Marge sei von 12,6% Ende 1999 auf 13,2% gestiegen und nähere sich damit dem anvisierten Ziel für 2001 von 13,4%.

Mit einem Umsatzanteil von knapp 71% im Bereich Stromverteilungsequipment sei Schneider Electric nahezu ein pure play in diesem Segment. Aufgrund der massiv veralteten Anlagen - gerade in den USA - sehen die Analysten der BHF Bank momentan keinerlei Grund zur Besorgnis, dass sich das stabile Umsatzwachstum von ca. 6% und das hohe Ertragsmomentum bis 2002 nicht fortsetzten lassen könnte. Insbesondere die am 19. Oktober 2000 bekannt gegebene Fusion der verlustreichen Aktivitäten im Hochspannungsbereich (Umsatzanteil 5%, Verlust ca. EUR 20 Mio. p.a.)mit der österreichischen VA Tech sollte sich nach Meinung der Experten vorteilhaft auf die Ertragskraft der Gruppe auswirken. Zwar habe sich Schneider Electric bereits im Februar 2000 dazu entschlossen, in diesem Geschäftsfeld mit Toshiba zusammenzuarbeiten, habe mit diesem letter of intent jedoch das Problem der mangelnden kritischen Masse nicht lösen können.

Das JV werde mit einem geschätzten Umsatz von EUR 380-400 Mio. hinter ABB, Alstom und Siemens auf dem Weltmarkt auf Platz vier liegen und werde über die Eigenkapitalmethode konsolidiert. Der zusätzliche Shareholder-Value dieses Deals betrage ca. 5%, die Gewinnverbesserung in 2001 ca. 3% und in 2002 ca. 6%. Dieser Schritt sei ein weiteres Indiz für die Konzentration der Gruppe auf das Mittel- und Niederspannungssegment, was die Analysten als sehr vorteilhaft ansehen. Durch den 40%-Anteil an dem JV werde sich die Auftragslage für das Mittelspannungssegment noch verbessern lassen und im Low-Voltage-Bereich profitiere die Gruppe darüber hinaus von den hohen Levels der Internet-Investitionen.

Aufgrund der aktuell niedrigen Bewertung und der weiterhin guten Wachstumschancen innerhalb des andauernden Wirtschaftszyklus, werde der Wert von den Experten der BHF Bank als Marketoutperformer eingeschätzt.



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