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Analysen - DAX 100
24.10.2000
WCM aussichtsreich
Share-Infos

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In einer guten Ausgangsposition für zahlreiche Neugeschäfte befinde sich nach Meinung der Analysten von Share Infos die Beteiligungsgesellschaft WCM (WKN 780100).

Nach den Rückschlägen 1999 – erinnert sei unter anderem an die gescheiterte Aufnahme in den DAX – sei die Beteiligungsfirma nach Meinung der Analysten drauf und dran, an seine frühere eindrucksvolle Erfolgsgeschichte anzuknüpfen. Zuletzt hätten noch hausgemachte Probleme einer positiven Börsenentwicklung im Weg standen. Die Analysten sind jedoch überzeugt, dass das umsichtige und kreative Management um WCM-Großaktionär Karl Ehlerding den Supertanker unter den deutschen Beteiligungsgesellschaften zurück auf Kurs und mittelfristig zu neuen Rekorden führen werde. Die Aktie notiere derzeit immerhin 50% unter ihren Höchstkursen. Zunächst gelte es nach Ansicht der Experten jedoch, einige der aktuellen Großprojekte abzuschließen.

Noch in diesem Jahr dürfte von Seiten der WCM ein Übernahmeangebot für die Klöckner Werke lanciert und damit eine der großen Baustellen der WCM-Gruppe abgeschlossen werden, so die Analysten weiter. Letzten Gerüchten zufolge werde die WCM den Klöckner-Aktionären eine Barabfindung sowie alternativ einen noch günstigeren Umtausch in WCM-Aktien anbieten. Auf diese Weise könnte die WCM voraussichtlich einen Großteil der Transaktion durch eigene Aktien bezahlen und den eigenen Streubesitz ausweiten. Ebenfalls bis Jahresende dürfte nach Ansicht der Experten erhebliche Bewegung in die Commerzbank-Transaktion kommen. Die WCM werde mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Anteil in Kürze versilbern. Damit bliebe nur ein großes Problemfeld, dass der Bahnwohnungen. Letzten Presseberichten (u.a. Wirtschaftswoche, recherchierbar bei www.wiwo.de, und STERN) zufolge, wolle das Bundesverkehrsministerium den Vorgang nun endgültig und möglichst rasch abschließen. Die WCM solle dabei aber erst dann berücksichtigt werden, wenn der dafür zuständige Untersuchungsausschuß bestätige, dass kein Zusammenhang zwischen der CDU - Millionenspende und dem Zuschlag für die Bahnwohnungen bestünde.

Noch lieber wäre es dem Bundesverkehrsministerium (SPD) aber, wenn man den CDU-Großspender und Berufsspekulanten Ehlerding ganz aus dem Bieterkonsortium entfernen könnte.
Dies sei aber alles andere als einfach, da die WCM den Zuschlag ja bereits erhalten habe und bei Nichterfüllung der Verträge entsprechende Schadensersatzforderungen stellen könnte, so die Meinung der Analysten. Die WCM müsse bei den Bahnwohnungen also noch einiges an Widerstand überstehen, das Restrisiko, dass der Deal endgültig scheiterte, dürfte im WCM-Kurs laut Analystenmeinung nunmehr aber bereits vollständig enthalten sein. Insofern böte dieses Thema eher Chancen als Risiken.

Für die weitere Zukunft erwarte man große Phantasie vor allem aus dem Beteiligungsgeschäft, heißt es von Seiten der Experten weiter. Die WCM profitiere davon, dass es im Bereich der traditionellen Industrien heute eine große Zahl stark unterbewerteter Börsengesellschaften gebe. Die WCM schrecke dabei angesichts ihrer enormen Kapitalkraft auch vor DAX-Gesellschaften keinesfalls zurück.

Im M-Dax-Bereich wiederum gebe es ja bereits schon seit geraumer Zeit eine Liste von Unternehmen, die angeblich im Fadenkreuz der WCM stünden, darunter K + S (vormals Kali & Salz) und IWKA. Um welche Objekte sich die WCM letztlich bemühen werde, sei angesichts der Vielfalt der kursierenden Gerüchte kaum sagen. Als sicher könne jedoch gelten, dass die WCM-Vorstände bereits bei mehreren Gesellschaften Aktienpakete unterhalb der Meldepflicht aufgebaut haben.

Die Situation bei WCM deute nach Ansicht der Analysten also darauf hin, das das Hamburger Beteiligungsunternehmen bald zu neuen Aktivitäten aufbrechen werde. Der innere Wert läge nach Schätzung der Experten bei 25 Euro. Die derzeitige Notierung sei damit mit ca. 23,50 Euro bereits unter dem Substanzwert. Charttechnisch könne die Aktie jedoch noch weiter unter Druck geraten. Die Experten von Share Infos empfehlen daher den Kursverlauf aufmerksam zu verfolgen und bei Kursen von ca. 20 / 21 Euro zuzuschlagen.



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