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Analysen - Ausland
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23.10.2000
Nestlé Outperformer
LB Baden-Württemberg
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Der Schweizer Konzern LBBW (WKN 887208) habe in den ersten neun Monaten 2000 mit Nahrungsmitteln und Getränken 82 % des Umsatzes erwirtschaftet und sei dabei mit 33 % der Erlöse in Europa, mit 30 % auf dem amerikanischen Kontinent und mit 19 % in Afrika/Asien/ Ozeanien tätig, so die Analysten der LBBW. Sonstige Aktivitäten (Trinkwasser, Pharmazeutika, Frühstückszerealien) hätten 18 % des Konzernumsatzes bestritten. Darüber hinaus halte Nestlé 26,3 % an L’Oréal.
Nestlé habe den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten um 9,5 % auf 59,5 Mrd. CHF gesteigert. Dazu hätten das reale interne Wachstum um 4,2 %, Wechselkurseffekte um 5,7 %, Änderungen im Konsolidierungskreis um minus 1,1 % und Preiserhöhungen um 0,7 % beigetragen. Positiv hervorzuheben sei die Beschleunigung des Wachstums in Westeuropa, die Erholung in Osteuropa und in Lateinamerika sowie die weiterhin hohe Zunahme in Asien. Negativ habe dagegen die schwache Entwicklung des bisher wachstumsstarken Bereichs Trinkwasser zu Buche geschlagen, der unter ungünstigen klimatischen Bedingungen in Europa und in Nordamerika gelitten habe. Während das erste Halbjahr, in dem das reale interne Wachstum 4,5 % betragen habe, von einem schwachen Vorjahresvergleich profitiert habe, habe sich im dritten Quartal, in dem das interne Wachstum eine Rate von 3,8 % aufgewiesen habe, die vom Konzern vorhergesagte Verlangsamung gezeigt. Diese sei hauptsächlich auf einen sehr starken Vorjahresvergleich zurückzuführen.
Im vierten Quartal werde sich das Wachstum aufgrund des durch Hortungseffekte im Vorfeld des Jahrtausendwechsels aufgeblähten Vorjahresvergleichs abermals verlangsamen. Dies sollte ein Umsatzwachstum im Gesamtjahr um 7 % zulassen. Im kommenden Jahr erwarteten die Experten der LBBW auf Basis der fortgesetzten Erholung der Nachfrage in Osteuropa und Lateinamerika, einer weiterhin positiven Entwicklung in Asien, Westeuropa und Nordamerika sowie wesentlich schwächeren Währungseffekten ein Umsatzwachstum von 5 %. Bei anhaltenden Produktivitätssteigerungen sollte sich der Gewinn je Aktie in 2000 um 20 % bzw. in 2001 um 10 % verbessern.
Die Verlangsamung des Wachstums im zweiten Halbjahr im Vergleich zu der überdurchschnittlich wachsenden ersten Jahreshälfte sei vom Unternehmen bereits nach dem ersten Halbjahr betont worden und sollte bereits in den Kursen eskomptiert sein. Vor dem Hintergrund des guten realen Wachstums sowie der erwarteten Margensteigerungen trauten die LBBW-Analysten dem Titel, der seine Konsolidierungsphase bald beenden sollte, weiterhin eine Outperformance des Marktes zu.
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