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Analysen - Ausland
17.10.2000
L´Oréal Marketperformer
LB Baden-Württemberg

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L´Oréal (WKN 853888) erwirtschaftete den Umsatz im ersten Halbjahr 2000 zu 98% mit Schönheitsprodukten und erlöste davon 54% in Westeuropa, 26% in Nordamerika und 17% im Rest der Welt. Überdies ist L’Oréal mit knapp 3% des Konzernumsatzes in der Dermatologie und in Sonstigem tätig und hält 19,5% an Sanofi-Synthélabo, berichten die Analysten der LBBW.

L´Oréal habe den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2000 um 17,4% gesteigert. Dazu habe ein internes Wachstum 8,6 %, Wechselkurseffekte 7,4 % und Änderungen im Konsolidierungskreis 1,4% beigetragen. Der größte Bereich Schönheitsprodukte, der absolut um 1% zugelegt habe, sei wechselkursbereinigt um 9,8% gewachsen. Das interne Wachstum dieses Bereichs habe sich leicht von 8,3% im ersten Halbjahr auf 8,4% in den ersten neun Monaten beschleunigt. Der Bereich Dermatologie habe absolut um 31,5% bzw. wechselkursbereinigt um 18,6% zugemommen.

Damit habe sich die Situation im Bereich Dermatologie wieder zu den gewohnt hohen Wachstumsraten normalisiert, nachdem das erste Halbjahr unter einem sehr starken Vorjahresvergleich und unter Preiserhöhungen gelitten habe. Insgesamt habe der Konzern von einer im dritten Quartal etwas verbesserten Entwicklung in seiner größten Region Westeuropa profitieren können, wo sich das interne Wachstum in den ersten neun Monaten 2000 auf 5,5% eingestellt habe, sowie von anhaltend kräftigen Steigerungsraten in Nordamerika (7,7%), in Asien, in Osteuropa und in den meisten Ländern Lateinamerikas.

Die positive Entwicklung der neun Monate bis September sollte sich auch im vierten Quartal fortsetzen. Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten der LBBW nach wie vor ein Plus beim Konzernumsatz in Höhe von 16% und beim operativen Gewinn von 19%. Der Nettogewinn vor außerordentlichen Posten und inklusive Goodwillabschreibungen bzw. der entsprechende Gewinn je Aktie dürften um 19,5% steigen. Im kommenden Jahr sollte der Umsatz aufgrund des von den Analysten prognostizierten niedrigeren USD etwas schwächer um 10,5% zulegen. Der operative Gewinn dürfte sich dabei leicht überproportional um 12% und der Gewinn je Aktie um 11,4% verbessern.

Die Wachstumsraten der ersten neun Monate 2000 würden in etwa innerhalb der Erwartungen der Analysten liegen. Vor dem Hintergrund der sehr hohen Bewertung des Titels sowie des im nächsten Jahr vermutlich wegfallenden positiven Wechselkurseinflusses rechnen die Analysten der LBBW jedoch nicht mit einer Outperformance und stufen die Aktie weiterhin als Marketperformer ein.



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