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Analysen - Neuer Markt
13.10.2000
Bertrandt halten
LB Baden-Württemberg

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Die Bertrandt AG (WKN 523280) sei als Ingenieurdienstleister für Hersteller und Zulieferer der Automobilindustrie tätig, so die Analysten der LBBW. Innerhalb der Fahrzeugentwicklung biete Bertrandt seinen Kunden ein umfangreiches Leistungsspektrum an.

Im Geschäftsjahr 1999/ 00 (30.09.) hätten Projektverschiebungen bei gleichzeitig starkem Ausbau der Kapazitäten bei der Bertrandt AG zu einem unbefriedigenden Ertragsverlauf geführt. So sei in den ersten neun Monaten sowohl der Umsatz mit 269 Mio. DM (+ 35%) als auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 3,2 Mio. DM (- 85 %) deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Projektverschiebungen hätten vorwiegend aus Neuausrichtungen bzw. Überprüfungen der Modellpolitik seitens der OEM´s im Zuge der stattgefundenen Fusionen bzw. Kooperationen profitiert. Neben der merklichen Unterauslastung der Kapazitäten, seien außerplanmäßige Verluste in Frankreich sowie Anlaufverluste in Schweden für die Ertragsbelastung verantwortlich gewesen.

Für das Gesamtjahr gehe Bertrandt von einem ausgeglichenen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus, nach ursprünglich geplanten 20 Mio. DM. Auch das Umsatzziel von 400 Mio. DM sei auf 360 Mio. DM nach unten korrigiert worden. Für das nächste Jahr kündige das Unternehmen einen positiveren Geschäftsverlauf an. Bei einem geplanten Umsatz von 410 Mio. DM solle die Verbesserung der Ertragssituation oberste Priorität haben. Ertragssteigerungen sollten aus der höheren Auslastung der aufgebauten Kapazitäten erfolgen. Zudem würden die Investitionen zurückgefahren. Während sich Bertrandt im Hardwarebereich durch die vergangenen Investitionen gut positioniert sehe, liege der Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten zukünftig in neuen CAx-Technologien und Simulationstools. Intensiviert werden sollten zudem die Aktivitäten im Bereich Elektrik/ Elektronik, einem der am stärksten wachsenden Bereichen der Automobilentwicklung.

Nach einem enttäuschenden Verlauf des Geschäftsjahres 1999/00 zeigten die Ertragsperspektiven wieder nach oben. Die veröffentlichten Planzahlen des Unternehmens dürften vor dem Hintergrund der Erfahrungen des vergangenen Geschäftsjahres sicherlich als äußerst konservativ zu betrachten sein. Bei einem
KGV von 25 dürfte das Kurspotenzial kurzfristig allerdings eher begrenzt sein. Die Analysten der LBBW stuften die Aktie von reduzieren auf halten herauf.


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