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Analysen - Ausland
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04.10.2000
VA Technologie weiter übergewichten
RZB Österreich
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich stufen die Aktie von VA Technologie (WKN 890774) auf „Übergewichten“ ein.
Das Unternehmen würde im laufenden Jahr 2000 hohe Einmalerträge aus Beteiligungsverkäufen generieren. Im operativen bereich zeichne sich erwartungsgemäß eine langsame Erholung ab. Das Halbjahresergebnis hätte in einem weiterhin von Investitionszurückhaltung geprägtem Umfeld eine leichte Aufwärtstendenz gezeigt. Akquisitionsbedingt sei der Umsatz um 31 Prozent auf 1,86 Mrd. Euro gestiegen. Die auf den ersten Blick überraschende Steigerung des EBITs um 2 Prozent auf 52 Mio. Euro könne letztendlich auf einmalige Erträge zurückgeführt werden. In den operativen Bereichen habe sich allein aufgrund der Ergebnisabschwächung im Segment Metallurgie, wenngleich auch hier das zweite Quartal bedeutend besser als das erste ausfiel, insgesamt ein EBIT-Rückgang ergeben. In den verbleibenden vier Sparten sein hingegen EBIT-Zuwächse erzielt worden.
Die Umsetzung des Strategieprogramms Drive spiegele sich bis heute in hohen einmaligen Erträgen von etwa 106 Mio. Euro vor Steuern wider. Davon würden 56 Mio. Euro aus dem Verkauf von 9 Prozent an VA Stahl Aktien, 9 Mio. Euro aus dem Verkauf von Wertpapieren und 41 Mio. Euro aus dem Börsegang der AI Informatics stammen. In naher Zukunft sei der Verkauf von Teilen der MCE zu erwarten, da die Portfoliofokussierung im Frühjahr 2001 abgeschlossen werden soll. Momentan rechnen die Experten mit einem Jahresgewinn von 99 Mio. Euro und einem Ergebnis je Aktie von 6,69 Euro je Aktie. Aufgrund weiterer Beteiligungsverkäufe dürften sich diese Werte durchaus noch erhöhen.
Das operative Geschäft würde im Jahr 2000 nur knapp ein Viertel zum Gewinn beitragen und stehe damit klar im Schatten der Einmaleffekte. Die für das kommende Jahr prognostizierte Geschäftsbelebung sowie die positive Auswirkungen des Strategieprogramms Drive sollten allerdings wieder das operative Geschäft stärker betonen.
Für das laufende Jahr revidieren die Analysten ihre Ergebnisschätzung je Aktie drastisch von 1,62 auf 6,69 Euro nach oben, wobei 5,03 Euro je Aktie auf Einmaleffekte entfallen würden.
Im Zusammenhang mit dem Devestitionsprogramm und den hohen Einmalerträgen im laufenden Jahr sei mit einem anhaltend positiven Newsflow zu rechnen. Mittelfristig sollte außerdem auch die operative Ergebnisverbesserung zu einer Outperformance führen. Daraufhin sollte der Anleger seine Positionen bezüglich des ATX-Titels nach wie vor aufstocken.
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